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Lutheran in Mecklenburg-Vorpommern : Kopfschuss bei MEK-Einsatz - Mann lebensgefährlich verletzt

vom

Bei einem Einsatz in Mecklenburg-Vorpommern schießt ein Polizist - ein Mann wird dabei lebensgefährlich verletzt.

Lutheran | Zwischen Parchim und Lübz in Mecklenburg-Vorpommern ist ein Mann bei einem Einsatz des Mobilen Einsatz-Kommandos (MEK) lebensgefährlich verletzt worden. Am Freitagnachmittag gegen 16.45 Uhr griffen die Beamten in dem Dorf zu - offenbar ein Schlag gegen Drogen- und Rotlicht-Kriminalität. Dabei schoss einer der Polizisten und traf den Mann am Kopf. Doch es war nicht der Gesuchte: Wie sich herausstellte, war der Angeschossene nicht das Ziel des Zugriffs, sagte ein Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft am Samstag.

Einem Bericht von Spiegel Online zufolge war die Polizei hinter der Hamburger Kiezgröße Nico S. hinterher. Es war wenige Minuten von 17 Uhr, als dessen Pick-Up der Marke Dodge, aus Richtung Parchim kommend, den kleinen Ort Lutheran durchfuhr. Doch offenbar war Nico S. gar nicht am Steuer, sondern ein 27 Jahre alter Mann. Der Anwalt des Betroffenen sagte zu Spiegel Online, statt Nico S. habe David A., das Auto gefahren. Auch der Mann auf dem Beifahrersitz war demnach nicht der Gesuchte.

Die beiden Insassen mittleren Alters ahnten nicht, dass ihnen die Polizei auf den Fersen war. Mitten in der Ortschaft, in Höhe einer kleinen Fleischerei, dann das filmreife Szenario: Zwei Zivilfahrzeuge keilen den Dodge ein, um die Insassen festzunehmen. Doch dann fallen Schüsse, die Seitenscheibe des Dodge zerspringt.

Das Geschoss hat die Scheibe des Dogde zerschlagen.

Das Geschoss hat die Scheibe des Dogde zerschlagen.

 

Die Kugel sei von einem Polizisten abgefeuert worden, teilte der Hamburger Polizeisprecher Andreas Schöpflin am Freitagabend mit. Es habe sich um einen Zugriff des mobilen Einsatzkommandos auf einen in Hamburg per Haftbefehl gesuchten Straftäter gehandelt. Wie es zu dem Schusswechsel kam, war nicht zu erfahren. Nach Angaben der Polizei habe es beim Einsatz eine „Gefährdungslage“ gegeben, sagte der Sprecher der Schweriner Staatsanwaltschaft. Ob im Auto oder bei den Insassen Waffen gefunden wurden, war zunächst nicht zu erfahren. Der Autofahrer wurde mit lebensbedrohlichen Verletzungen per Rettungshubschrauber in das Schweriner Klinikum geflogen. Der angeschossene 27-Jährige stamme aus der Region, so der Sprecher weiter. Wie die „Schweriner Volkszeitung“ berichtet, soll es sich nach unbestätigten Informationen um eine polizeibekannte Person aus dem knapp 20 Kilometer entfernten Plau handeln.

Warum die Festnahme mitten im Dorf erfolgte, war nicht zu erfahren. Aus der Pressestelle der Hamburger Polizei hieß es nur, dass kein Zusammenhang mit einem möglichen Terroranschlag bestand. Die Staatsanwaltschaft Schwerin ermittelt jetzt gegen den Polizisten, der den Schuss abgegeben hat. Die Kriminalpolizeiinspektion Schwerin hat die Ermittlungen aufgenommen und sichert jetzt die Spuren. Die Bundesstraße blieb bis tief in die Nachtstunden gesperrt, der Verkehr wurde durch die Polizei umgeleitet.

 

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erstellt am 13.Feb.2016 | 09:16 Uhr

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