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Jorge Zorreguieta : Königsfamilie trauert: Vater der niederländischen Königin Máxima gestorben

vom

Jorge Zorreguieta verstarb in seinem Heimatort Buenos Aires an Lymphdrüsenkrebs. Tochter Máxima war an seiner Seite.

Buenos Aires | Der Vater der niederländischen Königin Máxima, Jorge Zorreguieta, ist im Alter von 89 Jahren gestorben. Er sei am Dienstagnachmittag (Ortszeit) in Buenos Aires an Lymphdrüsenkrebs gestorben, berichtete die Zeitung „Clarín“ unter Berufung auf ein Schreiben der behandelnden Ärzte. Die in Argentinien geborene Königin (46) war wenige Stunden zuvor in der Hauptstadt des südamerikanischen Landes gelandet, um ihren Vater in dessen letzten Stunden zu begleiten.

<p>Ihren 40. Geburtstag im Jahre 2011 feierte Königin Máxima gemeinsam mit ihrem Mann Prinz Wilhelm Alexander sowie ihren Eltern Maria and Jorge Zorreguieta.</p>

Ihren 40. Geburtstag im Jahre 2011 feierte Königin Máxima gemeinsam mit ihrem Mann Prinz Wilhelm Alexander sowie ihren Eltern Maria and Jorge Zorreguieta.

Foto: dpa

Máxima war bereits am Wochenende in Buenos Aires gewesen. Sie flog am frühen Montag in die Niederlande zurück und am Dienstagmorgen wieder nach Argentinien. Ihre drei Töchter Catharina-Amalia, Alexia und Ariane blieben in den Niederlanden. Zorreguieta war vor einer Woche wegen eines Non-Hodgkin-Lymphoms mit Lungenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden.

Umstrittene Vergangenheit

Máximas Vater war wegen seiner Rolle während der Militärdiktatur unter Führung von Jorge Rafael Videla umstritten. Zorreguieta war von 1976 bis 1979 Unterstaatssekretär und von 1979 bis 1981 Staatssekretär für Landwirtschaft in der Regierung der Militärdiktatur (1976-1983). Vorher war er hoher Funktionär in der Großgrundbesitzer-Vereinigung SRA, die intensiv an der Planung des Staatsstreichs mitgewirkt hatte.

Aufgrund seiner Beteiligung an der Diktatur wurde er zu öffentlichen Familienfeiern der Königsgfamilie nicht eingeladen. So fehlte er bei Máximas Hochzeit 2002 mit Willem-Alexander sowie bei den Krönungsfeierlichkeiten 2013 war Jorge Zorreguieta nicht dabei. Allerdings durfte Máximas Vater zu privaten Feiern in die Niederlande reisen. Zuletzt nahm er 2011 an den Feiern zum 40. Geburtstag seiner Tochter teil. Die niederländische Königsfamilie reiste auch öfter im Urlaub nach Argentinien.

Das Königshaus hatte eigens den Historiker Michiel Baud mit Nachforschungen beauftragt und war zu dem Ergebnis gekommen, dass Zorreguieta Kenntnis gehabt haben musste von den Tausenden während der Militärdiktatur verschwundenen Menschen. Viele von ihnen wurden über dem Río de la Plata aus Flugzeugen geworfen.

„Herr Zorreguieta hatte eine hohe Position, er konnte nicht ignorieren, was im Land geschah“, sagte Baud im Jahr 2011 der Zeitung „La Nación“. Der Vater von Königin Máxima bestritt zeitlebens, etwas davon gewusst zu haben. Folter und Ermordungen waren während der Diktatur von 1976 bis 1983 an der Tagesordnung. Die Zahl der Opfer wird auf bis zu 30.000 geschätzt.

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erstellt am 09.Aug.2017 | 13:53 Uhr

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