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Polizeiruf 110 : Knatsch bei der ARD: Neujahrs-Tatort zum zweiten Mal verschoben

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Erst Dortmund, dann Saarbrücken, jetzt Rostock: Nach dem Berliner Anschlag plant die ARD schon wieder um.

shz.de von
erstellt am 28.Dez.2016 | 15:24 Uhr

Jetzt ist der Krimi-Wirrwar im Ersten komplett: Nachdem der für den Neujahrstag geplante Dortmunder Tatort verschoben und durch eine Saarbrücker Folge ersetzt wurde, zeigt das Erste nun einen Polizeiruf 110 aus Rostock.

Offenbar hat es hinter den ARD-Kulissen mächtig gekracht. Anders ist es kaum erklärbar, dass die Programmverantwortlichen nun zum zweiten Mal ihre Planungen für den Neujahrsabend über den Haufen werfen und einen anderen Krimi auf dem Sendeplatz nach der „Tagesschau“ platzieren.

Ursprünglich hatte man die Dortmunder Tatort-Folge „Sturm“ ausstrahlen wollen, diese aber nach dem Berliner Weihnachtsmarkt-Attentat wegen eines islamistischen Anschlags zum Ende des Films aus „Rücksicht auf die Opfer, ihre Angehörigen, Betroffene und das Empfinden von Zuschauern“ aus dem Programm genommen. Warum der Tatort „Sturm“ verschoben wurde, lesen Sie hier.

„Angst heiligt die Mittel“

Stattdessen wollte das Erste nun die ursprünglich für den 29. Januar geplante Saarbrücker Tatort-Folge „Söhne und Väter“ am Neujahrstag zeigen. Doch seit Mittwoch ist auch diese Programmplanung wieder hinfällig. Wie ein Sprecher des NDR bestätigte, hat das Erste auch den Saarbrücker Tatort wieder aus dem Programm genommen und sendet nun die Rostocker Polizeiruf 110-Folge „Angst heiligt die Mittel“.

Inhaltliche Gründe kann diese Entscheidung kaum haben. Denn der Saarbrücker Tatort „Söhne und Väter“ ist ein konventioneller und durchschnittlicher Krimi ohne jeglichen Terrorbezug.

Obdachlose getötet

Das gilt auch für den Rostocker Krimi. Zum Inhalt des Polizeirufs heißt es beim NDR: „Eine Obdachlose wird vergewaltigt und misshandelt auf einer Bank im Dorf Bassow bei Rostock tot aufgefunden. Für die Dorfgemeinschaft ist schnell klar, wer da als Täter in Frage kommt - Kukulies und Buschke, zwei erst kürzlich entlassene Straftäter, die zum Leidwesen der Bewohner in die Nachbarschaft gezogen sind. Seitdem versuchen sie, die beiden wieder mit allen Mitteln los zu werden. Bukow (Charly Hübner) und König (Anneke Kim Sarnau) stoßen allerdings bald auf viele Ungereimtheiten in den Zeugenaussagen der Dorfgemeinschaft. Am nächsten Morgen ist Buschke tot und Kukulies spurlos verschwunden.“

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