Klagewelle wegen der Loveparade-Katastrophe

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18. Juli 2014, 14:59 Uhr

Vier Jahre nach der Loveparade-Katastrophe in Duisburg rollt eine Klagewelle auf die mutmaßlichen Verantwortlichen zu. Sie habe gestern die ersten von rund 30 Zivilklagen von Opfern auf den Weg gebracht, sagte die Bochumer Anwältin Bärbel Schönhof. Verklagt werde die Stadt Duisburg, Loveparade-Veranstalter Rainer Schaller und seine Firma Lopavent sowie erstmals das Land NRW als Dienstherr der Polizei. Die Anwältin ist der Ansicht: „Sie alle haben die Leute sehenden Auges in die Katastrophe gehen lassen.“ Es gehe nun darum, den Opfern die Mittel für Therapien und ihren Verdienstausfall zu erstreiten. Sie fordere bis zu 300 000 Euro Schadenersatz und Schmerzensgeld pro Opfer. Die beantragten Schmerzensgeldsummen lägen zwischen 10 000 und 80 000 Euro. Die mit dem Land NRW erstmals beklagte Polizei habe – unabhängig vom Sicherheitskonzept der Veranstalter – eine eigene Pflicht zur Gefahrenabwehr. Sie hätte rechtzeitig eingreifen können, glaubt die Anwältin. Bei der Tragödie am 24. Juli 2010 waren 21 Menschen ums Leben gekommen und mehr als 500 verletzt worden. Die Staatsanwaltschaft erhob Anfang 2014 Anklage gegen zehn Beschuldigte wegen fahrlässiger Tötung. Die Entscheidung des Duisburger Landgerichtes über die Zulassung dieser Anklage steht noch aus.

Verbraucherschützer tappt in Abo-Falle



Vorsicht Falle: Selbst Niedersachsens oberster Verbraucherschützer, der neue Vorsitzende der Verbraucherzentrale, Randolph Fries, ist Abzockern auf den Leim gegangen. Er habe sich bei der App eines Routenplaners eingeloggt, wofür später ungerechtfertigt Gebühren abgebucht werden sollten, sagte Fries bei der Vorstellung des Jahresberichts der Verbraucherzentrale gestern in Hannover. Er habe sein Mobiltelefon später für die Abrechnung von Diensten Dritter über die Handyrechnung sperren lassen.

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