Facebook Messenger : Kinderpornografie verbreitet: 1000 junge Dänen angeklagt

Die dänische Polizei hält sich in dem Fall merkwürdig bedeckt.
Die dänische Polizei muss landesweit junge Dänen im Fall von Kinderpornografie vernehmen.

Sie sollen zwei Videos und ein Foto von 15-Jährigen über den Facebook-Messenger geteilt haben – in Dänemark verboten.

shz.de von
15. Januar 2018, 11:21 Uhr

Kopenhagen | Mehr als 1000 junge Dänen werden angeklagt, weil sie pornografische Videos und Bilder von 15-Jährigen verbreitet haben sollen. „Wir nehmen das sehr ernst, da es große Konsequenzen für die Beteiligten hat, wenn sich solches Material ausbreitet“, erklärte die Reichspolizei am Montag.

Es gehe um zwei Videos und ein Foto, die über den Facebook-Dienst Messenger vor allem unter jungen Leuten bis zum Herbst 2017 geteilt wurden, erklärte die Polizei. Facebook habe die amerikanischen Behörden eingeschaltet, die den Fall via Europol nach Dänemark weitergegeben hätten.

„Nach unserer Auffassung wissen junge Leute gut, dass es große Konsequenzen für das Opfer haben kann, wenn man diese Art Material teilt“, erklärte die Polizei. „Doch sie wissen vielleicht nicht, dass es auch strafbar ist und dass sie wegen der Verbreitung von Kinderpornografie verurteilt werden können.“

Das dänische Gesetz verbietet das Teilen von pornografischen Videos und Fotos von Unter-18-Jährigen. Eine Verurteilung könne bedeuten, dass man nicht mehr in einem Kindergarten arbeiten oder Fußballtrainer sein dürfe, erklärte die Polizei. Außerdem könne es Probleme geben, wenn die Verurteilten in die USA einreisen wollten.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert