zur Navigation springen

Kieler Internetmilliardär in Neuseeland : Kim Dotcom darf in die USA ausgeliefert werden

vom

Wegen Betrugs will Neuseeland Dotcom an die USA übergeben. Er selbst spricht von einem politischen Urteil.

Auckland | Der deutsche Internetunternehmer Kim Dotcom darf in die USA ausgeliefert werden. Das entschied ein Gericht in Neuseeland am Montag. Die US-Ankläger hatten dem Gründer der Internet-Tauschplattform Megaupload und seinen Mitarbeitern ursprünglich Copyright-Betrug im großen Stil vorgeworfen. Durch den illegalen Austausch von geschütztem Material sollen Copyright-Besitzer um eine halbe Milliarde Dollar geprellt worden sein.

Kim Dotcom (bürgerlicher Name: Kim Schmitz) wurde in Kiel geboren. Er ist Gründer der einst populären Internetplattform Megaupload, auf der Nutzer Musik, Filme und andere Inhalte untereinander austauschten. Der Dienst wurde 2012 geschlossen. Und die Stimmung gegen Dotcom, der sich zur Kunstfigur erhoben hat, ist gereizt – selbst in seiner Wahlheimat Neuseeland.

Der Richter in Auckland urteilte, dass Dotcom nach neuseeländischem Recht zwar nicht wegen Urheberrechtsverletzung ausgeliefert werden könne, wohl aber wegen Betruges. Seine Anwälte wollen Berichten zufolge Berufung einlegen. „Es ist ein politischer Fall. Es ist ein politisches Urteil“, sagte der Unternehmer bei Twitter.

 

Dotcom hatte in dem Fall argumentiert, er habe die Plattform nur zur Verfügung gestellt, könne für das Verhalten der Nutzer aber nicht verantwortlich gemacht werden. Der gebürtige Kieler lebt seit vielen Jahren in Neuseeland. Bei einem Schuldspruch droht ihm in den USA eine lange Haftstrafe.

Mehr über das Leben von Kim Schmitz lesen Sie hier.

zur Startseite

von
erstellt am 20.Feb.2017 | 09:49 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen