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Vierte Staffel „House of Cards“ : Kevin Spacey mischt US-Wahlkampf auf

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Im März kommt die vierte Staffel von „House of Cards“. Netflix startet dafür einen PR-Stunt.

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erstellt am 16.Dez.2015 | 14:22 Uhr

Achtung! Spoiler bis zur dritten Staffel!

Donald Trump ist bisher der Clown im US-Wahlkampf. Erst jüngst machte er mit einem verunglückten Seeadler-Auftritt auf sich aufmerksam. Und auch andere Rollen sind verteilt: Hillary Clinton mimt die Favoritin, Bernie Sanders den radikalen Außenseiter, Jeb Bush das Clan-Mitglied, das nicht Clan-Mitglied sein will. Jetzt kommt eine weitere Rolle dazu: das eiskalte Arschloch, Doppelmörder, den niemand mag und dem alle alles zutrauen. Frank Underwood.

Genau, Underwood, das ist gar keine reale Person. Das ist Kevin Spacey, Hauptdarsteller in der Netflix-Serie „House of Cards“. Ein Politiker, der es mit Skrupellosigkeit bis zum US-Präsidenten schafft - nicht gewählt, sondern über das Amt des Vizepräsidenten durch den Rücktritt seines Vorgängers dorthin gelangt (natürlich nicht zufällig).

Netflix wagt nun einen PR-Stunt: Die Kampagne zur im März startenden vierten Staffel ist gestartet, aufgezogen wie eine echte Präsidentschaftskampagne. Mit Website, Hashtag (#fu2016) und Kampagnenvideo.

Zur Erinnerung: Nachdem Frank Underwood zum Ende der zweiten Staffel Präsident wurde, beschäftigt sich die dritte Staffel damit, wie er sich so schlägt im Oval Office. Nämlich miserabel. Außenpolitisch macht ihm der Putin-Klon Viktor Petrov (hervorragend gespielt vom Dänen Lars Mikkelsen) so richtig das Leben schwer. Innenpolitisch knirscht seine Sozialkampagne unter dem Titel „America Works“, und zwischenzeitlich muss er sogar auf die Kandidatur für die Präsidentschaft verzichten - um sich umso intensiver hinter den Kulissen darauf vorzubereiten. Auch hier spielte die Serie schon geschickt mit der zeitlichen Parallelität der tatsächlichen und fiktiven Ereignisse im Vorwahlkampf.

Nun ist also Wahlkampf für Frank Underwood, beginnend mit diesem Tweet.

Der Trailer zur neuen Staffel wurde während der Republikaner-Debatte im Fernsehen gesendet - und fand gleich Fans.

Bei den Republikanern hätte Underwood allerdings nicht mitdiskutieren dürfen - denn er ist Demokrat. Und noch ein Detail, das manche enttäuschen wird: Obwohl „House of Cards“ eine Netflix-Serie ist, sehen Netflix-Kunden in Deutschland die Serie nicht zum offiziellen Staffelstart. Denn Netflix hat die hiesigen Erstrechte an Sky verkauft, um die Produktionskosten stemmen zu können.

Lesen Sie hier die Streaming-Tipps der shz.de-Redaktion.

 

 

 

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