Besuch des Reichstags : Keine Anmeldung: „hitchBOT“ scheitert an deutscher Bürokratie

Eine Schulklasse wollte den kleinen Roboter, der zur Zeit auf Deutschland-Tour ist, mit in den Reichstag nehmen. Doch „hitchBOT“ scheiterte an der Einlasskontrolle.

shz.de von
18. Februar 2015, 15:31 Uhr

Berlin | Auf seiner Reise durch Deutschland ist der Roboter „hitchBOT“ am Mittwoch an den Einlasskontrollen des Reichstags gescheitert. Eine Schulklasse wollte den reisefreudigen Roboter mit auf eine Führung durch den Bundestag nehmen, das wurde allerdings nicht gestattet. Die Bundestagsverwaltung teilte auf Anfrage mit, dass weder eine Akkreditierung noch eine Anmeldung vorgelegen habe.

Vor dem Reichstag umringten ihn immer wieder Neugierige und sprachen ihn an - wie schon zuvor am Brandenburger Tor. Der kleine Roboter aus Kanada war am vergangenen Freitagabend zu seiner Deutschlandreise aufgebrochen. Er hatte seitdem Schloss Neuschwanstein in Bayern und den Kölner Rosenmontagsumzug besucht.

Bekannt geworden ist HitchBot, als er vergangenen Sommer im Dienst der Wissenschaft mehr als 6.000 Kilometer durch Kanada trampte. Seine Reise von Halifax nach Victoria wurde zu einem Hit auf Twitter und machte ihn zu einer Internet-Berühmtheit. Viele nahmen den kleinen Tramper ein Stück mit und veröffentlichten Fotos mit sich und dem Roboter in den sozialen Netzwerken.

Er hat blaue Arme und Beine aus so genannten Poolnudeln, den Schwimmhilfen in Schlauchform. Dazu trägt er gelbe Spülhandschuhe. Seine Mitte besteht aus einem weißen Plastikeimer, eine umgedrehte Salatschüssel und eine Kuchenhaube bilden den Kopf. Aus der Salatschüssel wird man von einem LED-Gesicht angezwinkert.

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