Nach Aufregung im Netz : Karte mit Flüchtlingsunterkünften: Google löscht #BrauneKarte

Tagelang forderten Aktivisten die Löschung der fremdenfeindlichen Karte. Jetzt hat Google reagiert.

shz.de von
17. Juli 2015, 13:24 Uhr

Eine innerhalb der Kampagne „Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft“ über Google-Maps erstellte Online-Karte ist unter dem Hashtag „BrauneKarte“ in den vergangenen Tagen im Netz viel diskutiert worden. Jetzt hat Google reagiert und die Karte gelöscht.

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="de" dir="ltr">Nach tagelanger Prüfung: <a href="https://twitter.com/hashtag/BrauneKarte?src=hash">#BrauneKarte</a>: Google sperrt Hass-Landkarte endlich <a href="http://t.co/v5NcVWoOWy">http://t.co/v5NcVWoOWy</a> <a href="http://t.co/5yo6NXQdBI">pic.twitter.com/5yo6NXQdBI</a></p>&mdash; 1001portails Deutsch (@1001ptsDE) <a href="https://twitter.com/1001ptsDE/status/621939956689334272">17. Juli 2015</a></blockquote>

<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

Die Ersteller hatten über Google Maps eine interaktive Karte angelegt, auf der deutschlandweit alle Flüchtlingsunterkünfte eingetragen waren. Laut Spiegel-Online ist die Karte innerhalb der Kampagne „Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft“ entstanden. Das benutzte Vokabular deutet auf einen ausländerfeindlichen Hintergrund hin. Die Karte sei bereits vor Monaten auf einschlägigen Seiten im Netz verlinkt worden.

Auf der Karte waren teilweise die genauen Anschriften und Telefonnummern der Unterkünfte zu finden. Es wurde befürchtet, dass die Karte indirekt zu Anschlägen aufrufen könne. Tagelang hatte Google geprüft, ob die Karte gesperrt werden muss. Am Freitag fiel dann die Entscheidung.

Beim Aufruf des Links auf die Karte „Kein Asylantenheim in meiner Nachbarschaft“ erscheint nun nur noch der Hinweis, der Inhalt verstoße gegen die Geschäftsbedingungen und die Richtlinien von Google.

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="de" dir="ltr"><a href="https://twitter.com/hashtag/google?src=hash">#google</a> hat die Karte mit Unterkünften für <a href="https://twitter.com/hashtag/refugees?src=hash">#refugees</a> gelöscht. Nazi-Partei der Dritte Weg hatte zuvor damit gehetzt <a href="http://t.co/zPCVX066Ve">http://t.co/zPCVX066Ve</a></p>&mdash; PirantifaSLFRU (@PirantifaSLFRU) <a href="https://twitter.com/PirantifaSLFRU/status/621952305022300160">17. Juli 2015</a></blockquote>

<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

„Wir erachten den Zugang zu Informationen und die freie Meinungsäußerung als außerordentlich wichtig“, sagte Google-Sprecherin Lena Heuermann. „Wann immer Inhalte illegal sind, entfernen wir sie von unseren Produkten. So verfahren wir auch mit Inhalten, die gegen unsere Richtlinien und Nutzungsbedingungen verstoßen, wozu auch das Zufügen von Schaden sowie die Förderung von Hass gehören.“

Google ermöglicht es Internet-Nutzern, auf seiner Plattform eigene interaktive Karten zu erstellen.

Aktivisten riefen dazu auf, die fremdenfeindliche Karte dem Unternehmen Google zu melden, um eine Löschung zu erwirken.

<div id="fb-root"></div><script>(function(d, s, id) {  var js, fjs = d.getElementsByTagName(s)[0];  if (d.getElementById(id)) return;  js = d.createElement(s); js.id = id;  js.src = "//connect.facebook.net/de_DE/sdk.js#xfbml=1&version=v2.3";  fjs.parentNode.insertBefore(js, fjs);}(document, 'script', 'facebook-jssdk'));</script><div class="fb-post" data-href="https://www.facebook.com/Netzfrauen/posts/1026541507358832" data-width="500"><div class="fb-xfbml-parse-ignore"><blockquote cite="https://www.facebook.com/Netzfrauen/posts/1026541507358832"><p>ACHTUNG - Nicht unser Foto bei #Facebook melden!! - Sondern diesen Link bei #Google: https://goo.gl/jkp0YXLeider ist...</p>Posted by <a href="https://www.facebook.com/Netzfrauen">Netzfrauen</a> on&nbsp;<a href="https://www.facebook.com/Netzfrauen/posts/1026541507358832">Mittwoch, 15. Juli 2015</a></blockquote></div></div>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="de" dir="ltr">Macht mit! Unangemessene Inhalte melden! <a href="https://twitter.com/hashtag/braunekarte?src=hash">#braunekarte</a> <a href="http://t.co/JJv9VRoMwN">http://t.co/JJv9VRoMwN</a></p>&mdash; Jusos Halle (Saale) (@Jusos_Halle) <a href="https://twitter.com/Jusos_Halle/status/621379906228854784">15. Juli 2015</a></blockquote>

<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

<blockquote class="twitter-tweet" lang="de"><p lang="de" dir="ltr">Bitte sofort auf &quot;unangemessene Inhalte melden&quot; drücken. So oft es geht:  <a href="http://t.co/81ZBLH3bkv">http://t.co/81ZBLH3bkv</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/braunekarte?src=hash">#braunekarte</a></p>&mdash; Bayern 2 Zündfunk (@zuendfunk) <a href="https://twitter.com/zuendfunk/status/621301404502753280">15. Juli 2015</a></blockquote>

<script async src="//platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert