Gemetzel in der Bucht von Taiji : Japaner gehen wieder auf Delfin-Jagd

In einer Bucht wurden Delfine zusammengetrieben.
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In einer Bucht wurden Delfine zusammengetrieben.

Schockierende Bilder: Mit Speeren, Haken und Messern werden die Tiere abgeschlachtet. Es ist ein lukratives Geschäft.

shz.de von
21. Januar 2014, 18:02 Uhr

Taiji | Ungeachtet weltweiter Proteste schlachtet Japan erneut Delfine ab. Im Zuge der laufenden Jagdsaison haben Fischer im Walfangdorf Taiji nach Angaben von Tierschützern etwa 250 der kleinen Meeressäuger eingetrieben. Darunter befänden sich Familienverbände mit trächtigen Weibchen und viele Delfinbabys.

Die „schönsten“ Tiere werden an Delfinarien verkauft, der Rest wird abgeschlachtet. Ein Sprecher der Stadtverwaltung von Taiji erklärte gestern, dass die Jagd andauere. Wieviele Tiere seit Beginn der Fangsaison im September bisher schon in Taiji abgeschlachtet wurden, konnte er nicht sagen. Für die Fischer ist es ein lukratives Geschäft. Tierschützer nennen Preise von bis zu je 150.000 Dollar. Zu den Kritikern zählt auch die neue US-Botschafterin in Tokio, Caroline Kennedy: Sie sei „tief besorgt über die Unmenschlichkeit“ der Delfintötungen. Die frühere Grünen-Fraktionschefin Renate Künast forderte die Bundesregierung zum Handeln auf.

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