Evakuierungen : Island: Vulkan Bárðarbunga droht auszubrechen

2010 legte der isländische Vulkan Eyjafjallajökull den europäischen Flugverkehr lahm. Nun droht ein neuer Vulkan auszubrechen.
2010 legte der isländische Vulkan Eyjafjallajökull den europäischen Flugverkehr lahm. Nun droht ein neuer Vulkan auszubrechen.

Seit dem Wochenende wurden am isändischen Vulkan Bárðarbunga über 2600 Erdbeben gemessen. Nun wurden Evakuierungen angeordnet.

shz.de von
20. August 2014, 07:36 Uhr

Reykjavík | Die isländischen Behörden haben aus Sicherheitserwägungen vor einem möglichen Ausbruch des Vulkans Bárðarbunga Evakuierungen angeordnet. Am Dienstag sei aufgrund erhöhter seismischer Aktivitäten entschieden worden, eine bei Touristen beliebten Gegend nördlich des Vatnajökull-Gletschers räumen zu lassen. Ein Vulkanausbruch könne zu einem Schmelzen von Gletschereis und damit zu Überschwemmungen führen, hieß es zur Begründung. Wie viele Menschen von dieser Maßnahme betroffen seien, war zunächst nicht klar.

Meteorologen hatten vor verstärkter Aktivität des Vulkans gewarnt. Wie das Wetterbüro am Montag mitteilte, wurde die Warnstufe für den Vulkan auf die zweithöchste Stufe „Orange“ hinaufgesetzt. Derzeit gebe es zwar keine Anzeichen einer Eruption, doch könne diese aufgrund der Aktivität nicht ausgeschlossen werden.

Seit Samstag wurden über 2600 Erdbeben am Bárdarbunga gemessen, es gebe Anzeichen von Magma-Bewegungen. Bei einer Eruption könnte Asche in die Atmosphäre geschleudert werden und den Flugverkehr behindern. 2010 hatte ein Ausbruch des isländischen Gletschervulkans Eyjafjallajökull den Flugverkehr in weiten Teilen Europas mehrere Tage lang lahmgelegt.

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