Modellversuch in Saarbrücken und Völklingen : Islam-Unterricht für Grundschüler im Saarland

Der Koran steht im Saarland ab dem kommenden Schuljahr auf dem Lehrplan ausgewählter Grundschulen.
Der Koran steht im Saarland ab dem kommenden Schuljahr auf dem Lehrplan ausgewählter Grundschulen.

Vorstoß im Saarland: An Grundschulen mit hohem Anteil muslimischer Schüler soll es den Unterricht in deutscher Sprache geben.

shz.de von
22. Juli 2015, 08:52 Uhr

Das Saarland führt versuchsweise islamischen Religionsunterricht ein. Im kommenden Schuljahr 2015/2016 beginne er an einigen Grundschulen mit hohem Anteil muslimischer Schüler, teilten am Dienstag die Minister für Bildung und Familie, Ulrich Commerçon (SPD) und Monika Bachmann (CDU), in Saarbrücken mit.

Der Unterricht sei in deutscher Sprache, die Inhalte müssten mit dem Grundgesetz vereinbar sein, hieß es. Der Lehrplan orientiere sich an den Vorgaben von Nordrhein-Westfalen. Der Modellversuch startet an ausgewählten Grundschulen in Saarbrücken und Völklingen in der 1. Klasse und soll nach und nach bis zur 4. Klasse fortgeführt werden.

Islamischen Religionsunterricht gibt es in unterschiedlicher Form bereits in mehreren Bundesländern.

„Muslimische Kinder im Saarland erhalten nun die Möglichkeit, sich auch im schulischen Kontext mit ihrer Religion zu befassen“, sagte Commerçon. Bachmann erklärte, die Einführung sei „ein wichtiger Schritt im Sinne einer gelebten Integrations- und Willkommenskultur“.

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