Angriff auf schiitische Moschee : IS-Terror: Mehrere Tote bei Bombenanschlag in Kuwait

Ein verletzter Mann wird aus der Kirche zum Krankenwagen gebracht.
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Ein verletzter Mann wird aus der Kirche zum Krankenwagen gebracht.

Während eines Freitagsgebetes gibt es eine Detonation. Mehrere Menschen sterben.

shz.de von
26. Juni 2015, 15:10 Uhr

Kuwait | Bei einer Explosion nahe einer schiitischen Moschee sind in Kuwait laut Augenzeugen mindestens 13 Menschen getötet worden. Weitere 25 Menschen seien außerdem verletzt worden. Die Gläubigen hätten sich dort zum traditionellen Freitagsgebet versammelt, als es zu den Explosionen gekommen sei, wie die offizielle Nachrichtenagentur Kuna meldete.

Die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) bekannte sich zu dem Anschlag. Der Sprecher der Terrorgruppe, Abu Mohammed al-Adnani, hatte Unterstützter und Sympathisanten dazu aufgerufen, während des Fastenmonats Ramadan Attentate auf „Feinde“ des Islams zu verüben. Es ist der erste derartige Angriff auf Schiiten in dem Golfemirat.

Die Terrormiliz Islamischer Staat verübt immer wieder Anschläge auf schiitische Moscheen. In den vergangenen Wochen unter anderem in Saudi-Arabien und im Jemen. Für den IS sind Schiiten Ungläubige. Die seit 2003 aktive Terrororganisation möchte in Syrien und im Irak einen islamischen Staat ausrufen. Am 29. Juni 2014 rief der IS das Kalifat im Nordwesten des Irak und im Osten Syriens aus.

Auch in Frankreich und Tunesien kam es am Freitag zu Terroranschlägen.

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