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Krieg in Mossul : IS-Miliz verliert letzte Hochburg im Irak

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UN-Generalsekretär Guterres ist erleichtert. Menschenrechtler warnen, das Leiden der Zivilisten sei nicht beendet.

Mossul | Gut drei Jahre nach der Einnahme von Mossul hat die Terrormiliz Islamischer Staat ihre letzte Hochburg im Irak wieder verloren. Nach monatelangen Kämpfen erklärte Iraks Regierungschef Haidar al-Abadi die Stadt Montagnacht offiziell für befreit.

Der IS ist nun im Irak militärisch weitgehend geschlagen. Die Terrormiliz kontrolliert nur noch unbedeutendere Gebiete etwa an der Grenze zu Syrien, das sie ebenfalls zu Teilen erobert hatte.

Experten rechnen damit, dass sich die IS-Anhänger in die großen Wüstengebiete im Westen des Iraks zurückziehen und von dort aus Guerilla-Angriffe planen. Zudem ist die Miliz noch immer in der Lage zu Attentaten. Auch im benachbarten Bürgerkriegsland Syrien steht die Terrormiliz unter Druck. Dort ist eine von Kurden angeführte Allianz bis in die nordsyrische IS-Hochburg Al-Rakka vorgerückt.

Karte Iraks mit Mossul und Bagdad.

Karte Iraks mit Mossul und Bagdad.

Foto: R. Mühlenbruch/D. Dytert
 

US-Präsident Donald Trump gratulierte der irakischen Regierung zur Befreiung. Der Sieg zeige, dass die Tage des IS gezählt seien. Auch UN-Generalsekretär António Guterres begrüßte den Sieg der irakischen Armee. Er würdige „Mut, Entschlossenheit und Durchhaltevermögen“ der Menschen im Irak und ihrer Regierung. Beim Wiederaufbau der irakischen Stadt stünden die Vereinten Nationen dem Land zur Seite.

Menschenrechtler warnten, trotz der Befreiung sei das Leiden der Zivilisten noch lange nicht beendet. Bei den Gefechten um Mossul wurden den UN zufolge mehr als 900.000 Menschen aus der Stadt vertrieben. Um die 200.000 von ihnen konnten zurückkehren. Die humanitäre Krise sei noch nicht vorbei, sagte die UN-Koordinatorin für humanitäre Fragen im Irak, Lise Grande. Von 54 Stadtteilen in Mossul seien 15 stark und 23 mäßig zerstört.

In einer Fernsehansprache sagte Al-Abadi bereits am Sonntag, Regierungstruppen hätten die Stadt vollständig eingenommen. „Aus dem Herzen Mossuls geben wir den Sieg bekannt“, sagte er. Dennoch gingen die Kämpfe gegen die Dschihadisten noch weiter. Die IS-Kämpfer hielten zum Schluss nur noch kleine Gebiete am Fluss Tigris. Der IS war im Juni 2014 überraschend in Mossul eingefallen und hatte die Millionenmetropole innerhalb kürzester Zeit überrannt.

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erstellt am 11.Jul.2017 | 08:34 Uhr

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