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„Focus“-Studie zur Gleichberechtigung : In Dresden lässt es sich für Frauen gut leben - in Kiel und Lübeck weniger

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In einer „Focus“-Studie wurde untersucht, wo in Deutschland Frauen am besten leben. Ausschlaggebend waren Gleichstellung und Lebensqualität. Dabei liegt Dresden ganz vorn.

shz.de von
erstellt am 27.Mai.2016 | 10:21 Uhr

München | In Ostdeutschland gibt es für Frauen das beste Verhältnis von Gleichstellung und Lebensqualität. Das hat der Focus in einer Studie festgestellt, in der die 77 größten deutschen Städte untersucht wurden. Ganz vorne liegt dabei die sächsische Landeshauptstadt. Kiel ist mit Platz 20 zwar nicht ganz abgeschlagen, aber auch nicht gerade vorne dabei. Hamburg ist auf Platz 16 gelandet. Lübeck liegt mit Platz 41 schon weiter hinten.

Neben „harten Fakten“ wurden auch „Fun-Faktoren“ in die Studie einbezogen. Im Bereich „Spaß“, wurde betrachtet, wie viele Einkaufsziele pro Quadratkilometer, Shops für Frauen oder Yoga-Lehrer in einer Stadt zu finden sind. Ob das wirklich ausschlaggebend für die Lebensqualität aller Frauen ist, könnte man hinterfragen. In diesem Bereich führt übrigens München.

Zusammen mit den Kölner Sozialforschern Tina Vossbeck und Wolfgang Steinle wurden für die Studie Jobs und Karrierechancen, Einkommen und Qualifikation, frauenfeindliche Kriminalität sowie Spaß und Freizeit in den 77 größten deutschen Städten verglichen und beurteilt. Dabei zeigte sich: Der Osten liegt in puncto Frauenfreundlichkeit vorn.

Auf das zweitplatzierte Heidelberg folgen Jena und Leipzig. Mit Chemnitz auf Platz sieben und Berlin auf Platz zehn sind gleich fünf Ost-Städte unter den Top Ten. München landet auf dem sechsten und Düsseldorf auf dem 23. Platz.

Schlusslicht ist Ludwigshafen. Die Stadt am Rhein ist laut Studie wegen der niedrigen Teilhabe von Frauen am Arbeitsleben und der höchsten gemessenen Kriminalitätswerte am frauenunfreundlichsten. Ein weiteres dickes Minus: Im Schnitt erhalten Frauen dort nur 72 Prozent des Gehalts vergleichbar beschäftigter Männer - der zweitschlechteste Wert unter den 77 Städten nach Stuttgart (71 Prozent).

Dagegen verdienen in Dresden weibliche Beschäftigte mit 92 Prozent fast auf Männer-Niveau. Außerdem konnte die Stadt mit einer hohen Beschäftigungsquote punkten. Zusammen mit den vergleichsweise niedrigen Zahlen weiblicher Kriminalitätsopfer insgesamt und der von Vergewaltigungen und sexueller Nötigung im Besonderen brachte das der Barock-Stadt an der Elbe den Gesamt-Spitzenplatz.

Herangezogen wurden Tausende Stichtagswerte aus Kriminalstatistiken oder Zahlen der Bundesagentur für Arbeit. Auch dynamische Vergleichswerte, etwa der Abbau von Frauenarbeitslosigkeit über mehrere Jahre, wurden ermittelt. Neben „harten Fakten“ wurden auch Fun-Faktoren einbezogen. Im Bereich „Spaß“, in dem sich Kriterien wie Einkaufsziele pro Quadratkilometer, Shops für Frauen oder Yoga-Lehrer finden, ist München Spitze.

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