Ranking der Hunderassen : Immer weniger Schäferhund-Welpen in Deutschland

Schäferhunde werden beim Weltchampionat des Vereins für Deutsche Schäferhunde vorgestellt.
Schäferhunde werden beim Weltchampionat des Vereins für Deutsche Schäferhunde vorgestellt.

Teils liegt es an den Lebensumständen, teils an Modeerscheinungen: Der Deutsche Schäferhund findet weniger Abnehmer.

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04. September 2018, 09:27 Uhr

Die Zahl der Schäferhund-Welpen in Deutschland geht zurück. Laut Daten des Verbandes für das deutsche Hundewesen wurden 2016 hierzulande 10.200 Deutsche Schäferhunde geboren und registriert.

Zehn Jahre zuvor waren es noch 16.900 Welpen. Im Vergleich zum Jahr 2002 hat sich die Zahl der Welpen sogar nahezu halbiert. Dennoch ist der Schäferhund weiter mit Abstand der Deutschen liebste Hunderasse.

Dackel folgen mit knapp 6000 Welpen auf Platz zwei vor Deutsch-Drahthaar-Welpen mit knapp 3000 Jungtieren. Labrador Retriever und Golden Retriever werden beliebter und belegen die Plätze vier und fünf.

Zu den Gründen für den Rückgang bei den Schäferhund-Welpen in Deutschland sagte Roswitha Dannenberg vom Verein für Deutsche Schäferhunde: «Viele Menschen weichen inzwischen auf kleinere Hunderassen aus. Denn in Städten wird es immer schwieriger, große Hunde zu halten.» Zudem brauchten Schäferhunde eine Beschäftigung.

Viele Leute wollten inzwischen zudem so billig wie möglich einen Rassehund und besorgten sich diesen bei zum Teil illegalen Händlern aus dem Ausland - auch wenn diese Tiere oft noch zu jung seien, um sie von ihren Müttern zu trennen, und zudem häufig krank seien.

Die schönsten Schäferhunde von anerkannten Züchtern werden von Donnerstag (6. September) an beim «Weltchampionat» in Nürnberg gesucht: Fast 1600 Vierbeiner aus mehr als 50 Ländern werden hier bis zum Sonntag von ihren Besitzern vorgestellt und von Zuchtrichtern bewertet.

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