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Technik : IFA-Start: Hoffnung auf neue Technik und Vernetzung

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Die IFA ist traditionell das Schaufenster der Elektronik-Branche vor dem wichtigen Weihnachtsgeschäft. In diesem Jahr muss es ein schwaches erstes Halbjahr ausgleichen. Die Unternehmen hoffen auf neue Entwicklungen und den Smartphone-Boom.

Die Elektronik-Branche will zur Funkausstellung IFA (Publikumstage: 6. bis 11. September) mit neuer Technik das zuletzt schwächelnde Geschäft wiederbeleben. Die Hoffnungsträger sind Fernsehgeräte mit vierfacher HD-Auflösung und der Trend zur Vernetzung aller Geräte über das Internet. Die deutschen Hausgeräte-Hersteller kündigten zum IFA-Start leichte Preiserhöhungen an, weil die Kosten gestiegen seien. Die jährliche Messe legte bei Fläche uns Ausstellerzahl leicht zu.

Am Mittwochabend (4. September) wartete Samsung in Berlin mit einer Weltpremiere auf: Die Südkoreaner zeigten erstmals ihre Daten-Uhr Galaxy Gear. Das Gerät soll zusammen mit dem neuen großen Smartphone Galaxy Note 3 am 25. September auf den Markt kommen, kündigte Samsung-Manager J.K. Shin. Samsung betritt damit vor dem schärfsten Rivalen Apple den Markt für Daten-Uhren.

Der jahrelange Boom bei Flachbildfernsehern ebbte zuletzt merklich ab: Zuletzt brach der Umsatz in dem Geschäft in Deutschland kräftig ein. Die Hersteller setzten neben noch schärferen Bildern durch die UHD-Auflösung auf die Vernetzung der Geräte. Inzwischen ließen sich 77 Prozent der verkauften Flachbildfernseher an das Internet anschließen, teilte der Branchenverband Bitkom am Mittwoch mit. Insgesamt seien über 14 Millionen Fernseher sowie andere Videogeräte in den deutschen Haushalten mit dem Netz verbunden.

«Der Internet-Anschluss wird für Fernseher so selbstverständlich wie der Eingang für klassische Fernsehsignale, etwa über Kabel oder Satellit», erklärte Michael Schidlack vom Bitkom. Allerdings ermittelte die Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik gfu, dass nur gut die Hälfte der neuen internetfähigen Fernseher überhaupt ans Netz angeschlossen werden.

Von den deutschen Hausgeräte-Herstellern gab es zum IFA-Auftakt einen Wermutstropfen. «Wir werden im nächsten Jahr die Preise leicht erhöhen», sagte Miele-Chef Reinhard Zinkann am Mittwoch. Grund seien gestiegene Personal- und Energiekosten. Zahlen nannte er nicht. Die Kostensteigerungen seien aber nicht ganz über höhere Preise auszugleichen, sagte Zinkann, der auch Branchensprecher im Zentralverband Elektrotechnik und Elektronikindustrie ist.

Siemens-Hausgeräte-Geschäftsführer Roland Hagenbucher kündigte Aufschläge von bis zu 2,9 Prozent für November an. Die Kunden seien aber bereit, für ein schönes Zuhause Geld auszugeben: «Es wird hochwertiger gekauft.» Auf der IFA wollen die Hersteller mit Geräten punkten, die sparsamer sind und sich einfacher bedienen lassen. Zu sehen sind aber auch Zukunfts-Geräte wie ein der Kühlschrank, der sein Innenleben fotografiert, damit der Besitzer unterwegs auf einem Smartphone sehen kann, welche Lebensmittel noch da sind.

Unterdessen verdrängen Tablets und Smartphones klassische Computer in der Gunst der Konsumenten. Die Nachfrage nach stationären Rechnern purzelte im ersten Halbjahr im Vergleich zum selben Zeitraum des vergangenen Jahres um 7 Prozent. Der Absatz von Tablets verdoppelte sich dagegen in Deutschland, zeigen Zahlen der gfu. Weltweit sind diese Trends sogar noch ausgeprägter. «Der Computermarkt befindet sich derzeit in einer Umbruchphase, die es in dieser Dimension in den letzten 20 Jahren nicht gegeben hat», folgern die Marktforscher.

Die IFA verbuchte in diesem Jahr einen leichten Zuwachs bei Ausstellern und Fläche. Es gebe dieses Jahr 1493 Aussteller, sagte IFA-Direktor Jens Heithecker am Mittwoch, 3,5 Prozent mehr als im Vorjahr. Auch die Ausstellungsfläche stieg leicht an. Die Firmen präsentieren sich auf 145 000 Quadratmetern, sagte Christian Göke, Geschäftsführer der Messe Berlin. «Diese Show hat einen guten Lauf und ist auf einem guten Weg», sagte er zur Eröffnung der Messe.

Webseite der IFA

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erstellt am 05.Sep.2013 | 11:16 Uhr

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