Hygiene‐Professor Zastrow: Mit Rachen‐Desinfektion können Schulen öffnen

Avatar_shz von 28. Januar 2021, 13:24 Uhr

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Hygiene‐Professor Zastrow: Mit Rachen‐Desinfektion können Schulen öffnen

Die Schulen könnten nach Einschätzung des Hygiene‐Experten Professor Klaus‐Dieter Zastrow wieder geöffnet werden – wenn die Schüler zusätzlich zur Maske regelmäßig den Rachenraum desinfizieren. „Jeden dritten Tag die Mundhöhle mit einem Schleimhautdesinfektionsmittel spülen, unter Aufsicht der Lehrer“, sagt Zastrow bei „19 – die DUB Chefvisite“. Bei Kindern gäbe es kaum schwere Covid‐19‐Verläufe, so der Mediziner. Sie spielten aber bei der Virusverbreitung eine Rolle. Dem könne eine Desinfektion des Rachenraums entgegenwirken, weil diese Maßnahme eben direkt an der Verminderung von Viren ansetze. Mittel dafür seien „geprüft und seit 40 Jahren auf dem Markt“: „Viele kennen die Spülung vom Zahnarzt, zum Beispiel nach dem Ziehen der Weisheitszähne“, sagt Zastrow. Betaisodona‐Lösung sei für diese Spülungen geeignet – einfach nur Gurgeln reiche nicht aus. Als zusätzliche Schutzmaßnahme sei die Rachendesinfektion für alle geeignet – „die einzige sofort wirksame Methode “, um Viren zu beseitigen. Für Zastrow gehört sie zur Hygiene als Teil der AHA‐Regeln. Der Experte kritisiert die Politik als „unzulänglich“, weil sie diesen Punkt vernachlässige. Selbst vielen Gesundheitsämtern fehlten Hygiene‐Kenntnisse: „Konkret kann dazu keiner was sagen außer Desinfektion und Händewaschen“. Dabei komme es entscheidend auf das richtige Desinfektionsmittel an. So sorge ein Mittel für Flächen erst nach 30 Minuten für Sicherheit, eines für Hände bereits nach 30 Sekunden. Hier sei die Politik gefordert. Diese höre stattdessen aber auf die „Pandemie‐Modellierer “ und ihre Vorhersagen für die Corona‐Ausbreitung. Sein Fazit dazu: „Alles Pipifax, das tritt sowieso nicht ein.“ _____________________________________________ Bei „19 – die DUB Chefvisite“ werden von Montag bis Freitag die aktuell wichtigsten Entwicklungen der Corona-Krise in ihren medizinischen und wirtschaftlichen Aspekten diskutiert und eingeordnet – in nur 19 Minuten. Am Freitag, 29. Januar, gibt es eine Live‐Sondersendung von „19 – die DUB Chefvisite“, Beim Impf‐Spezial sind als Experten unter anderem Dr. Friedrich von Bohlen, Aufsichtsrat beim Impfstoffentwickler CureVac, die NRW‐Impfbotschafterin Dr. Carola Holzner sowie Professor Ulf Dittmer, der Chefvirologe der Universitätsmedizin Essen, dabei.

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