Gefährliche Körperverletzung : Hund in Dresden auf Afrikanerin gehetzt – Polizei ermittelt Tatverdächtige

Erst als ein Passant dazwischen geht, ruft die Halterin ihr Tier zurück. Die Äthiopierin erleidet Bissverletzungen.

shz.de von
24. Januar 2018, 11:08 Uhr

Dresden | Nach einer Hunde-Attacke auf eine junge Afrikanerin in Dresden haben die Ermittler die beiden Tatverdächtigen gefunden. Eine 23 Jahre alte Frau und ein 32-jähriger Mann wurden am Montagabend zunächst festgenommen, dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt, wie die Staatsanwaltschaft Dresden am Mittwoch mitteilte.

Die Frau soll am 9. Januar ihren Hund auf eine 19 Jahre alte Äthiopierin gehetzt haben. Die Hundehalterin rief das Tier erst zurück, als ein Passant intervenierte. Das Opfer erlitt Bissverletzungen und einen Schock. Die Tat löste Entsetzen aus. Als Motiv wird Fremdenfeindlichkeit vermutet.

Laut Staatsanwaltschaft hat die Tatverdächtige Angaben zu dem Vorfall gemacht. Details wurden nicht mitgeteilt. „Nach der polizeilichen Vernehmung der beschuldigten Frau ergab sich gegen sie kein dringender Tatverdacht, der Voraussetzung für den Erlass eines Haftbefehles ist“, hieß es.

Gegen die Frau werde wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt, gegen den 32-Jährigen wegen Beleidigung. Die Äthiopierin war vor der Attacke zunächst beschimpft worden. Der Hund wurde unterdessen beschlagnahmt und kam ins Tierheim.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert