Verkehrskontrollen auf dänischer Insel : Hubschrauber jagen Raser auf Röm

Erwischt:  Ein Hubschrauber der dänischen Luftwaffe verfolgt einen rasanten Fahrer am breiten Sandstrand.
Erwischt: Ein Hubschrauber der dänischen Luftwaffe verfolgt einen rasanten Fahrer am breiten Sandstrand.

Auf der dänischen Insel Röm müssen Besucher im Sommer mit viel Polizeipräsenz rechnen – vor allem am Strand.

shz.de von
18. Juni 2014, 06:47 Uhr

Röm | Die dänische Polizei greift jetzt resolut durch gegen Verkehrssünder auf der Insel Röm. Verstärkt im Visier: Raser am Strand. Im vergangenen Sommer war ein junger Mann ums Leben gekommen, weil ein Autofahrer bei hoher Geschwindigkeit die Kontrolle über seinen Wagen verloren und sich überschlagen hatte.

Die Polizei führte am vergangenen Wochenende eine intensive Verkehrskontrolle auf Röm durch, bei der auch ein Hubschrauber der Luftwaffe im Einsatz war, um aus der Luft Verkehrssünder zu orten. Lasse Rasmussen, Einsatzleiter der Tonderner Polizei, kündigte bei der Präsentation der Ergebnisse der Kontrolle an, dass sich Besucher der Insel in diesem Sommer auf eine verstärkte Polizeipräsenz einstellen können. Auch an Zeitpunkten, an denen man vielleicht nicht mit der Anwesenheit der Polizei rechnet. „Wir wollen rücksichtsloses Autofahren am Strand nicht akzeptieren“, so Rasmussen. Die Aktion solle auch vorbeugenden Charakter haben.

Auch die Verkehrspolizei war vor Ort und führte Geschwindigkeitskontrollen durch. So wurde zum Beispiel ein dänischer Autofahrer aus der Umgebung mit 191 Stundenkilometern auf dem Röm-Damm erwischt. Diesem wurde an Ort und Stelle der Führerschein entzogen, da die Geschwindigkeitsüberschreitung mehr als 100 Prozent betrug. Zugelassen sind 80 km/h. Ihn erwartet ein gerichtliches Nachspiel und ein Führerscheinentzug von mindestens sechs Monaten.

14 Fälle von rücksichtslosem Autofahren wurden am Freitag und Samstag am Strand registriert. Vorzugsweise jüngere Leute, die meisten waren Ausländer, führten Wettfahrten am breiten Strand durch. In einem Fall hatte der Autofahrer sogar zu tief ins Glas geschaut. Elf fuhren zu schnell.

In Zusammenarbeit mit der Kommune und der Naturbehörde hat die Polizei eine neue Beschilderung des Strandes und ein Tempolimit von 30 km/h vorgeschlagen. Außerdem sollen Autofahrer bei der Auffahrt zum Strand verkehrstechnisch gebremst werden.

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