Enges Flussbett : Hochwasser steigt: Pegelstände im Rhein steigen weiter

<p>Im Laufe des Tages werden in Köln mit etwas unter neun Meter und in Düsseldorf mit etwa 8,30 Meter die Höchststände des Hochwassers erwartet. </p>

Im Laufe des Tages werden in Köln mit etwas unter neun Meter und in Düsseldorf mit etwa 8,30 Meter die Höchststände des Hochwassers erwartet.

Entlang des Rheins in den Metropolen Köln und Düsseldorf werden die Höchstmarken erwartet. Der Schiffsverkehr ist auf mehreren Abschnitten weiter eingestellt.

shz.de von
08. Januar 2018, 08:07 Uhr

Köln/Mainz | Kurz vor den erwarteten Höchstständen sind die Pegelstände entlang des Rheins in der Nacht zu Montag weiter gestiegen. In Köln lag die Marke um 5 Uhr morgens bei 8,71 Metern, wie das Hochwassermeldezentrum Rhein in Mainz angab. In der Domstadt ist das Flussbett besonders eng.

In Düsseldorf kletterte das Wasser den Angaben zufolge auf 8,18 Meter. Im Laufe des Tages werden in den Metropolen die Höchststände des Hochwassers erwartet, in Köln mit etwas unter neun Meter und in Düsseldorf mit etwa 8,30 Meter. Der Pegel in Bonn zeigte am frühen Montagmorgen laut Hochwassermeldezentrum einen Stand von 8,17 Meter.

Am Mittelrhein in Koblenz wurde ein Höchstwert von 7,65 Meter prognostiziert. In Mainz am Oberrhein wurde bereits gegen Mitternacht der Höchststand von 6,39 Meter erreicht – bis 5 Uhr morgens war der Pegelstand dann um einen Zentimeter gesunken. Weiter rheinaufwärts war etwa am Pegel in Maxau bei Karlsruhe bereits am Samstag mit 8,45 Metern der Scheitelpunkt erreicht worden. Am Montag sollen die Pegelstände auch an Ober- und Mittelrhein zurückgehen.

An der Mosel gab es Überflutungen vor allem am mittleren Flussabschnitt, wo teils Straßen und Keller unter Wasser standen. An der Obermosel wurde damit gerechnet, dass der Pegelstand in Perl zunächst bis Montagfrüh weiter steigt.

Die steigenden Wasserstände des Rheins trafen auch den Schiffsverkehr. In Köln wurde in der Nacht zum Sonntag nach dem Überschreiten der kritischen Marke von 8,30 Meter die Schifffahrt eingestellt. Das Fahrverbot brachte den ohnehin eingeschränkten Schiffsverkehr zwischen Duisburg und Koblenz praktisch zum Erliegen, weil eine Weiterfahrt für die Kapitäne keinen Sinn mehr machte. „Im Ruhrorter Hafen ist derzeit alles voll“, sagte ein Sprecher der Wasserschutzpolizei Duisburg am Sonntag.

Wie lange der Schiffsverkehr in Köln eingestellt bleibt, hängt vom Fallen des Pegelstandes ab. Erst bei einem Pegelstand von 8,20 Meter gibt es nach offiziellen Angaben wieder freie Fahrt.

Auf der Mosel waren schon am Sonnabend keine Schiffe mehr unterwegs. Der komplette Fluss bleibt laut Hochwassermeldezentrum in Trier voraussichtlich noch bis Dienstag gesperrt.

In Hessen ist zu Wochenbeginn eine leichte Entspannung der Hochwasserlage in Sicht. Im Rheingau wurde in der Nacht zum Montag mit einem Pegelhöchststand von rund fünf Metern gerechnet. Danach soll der Wasserstand des Rheins wieder sinken. Auch andernorts zeichnet sich eine Entschärfung der Lage ab. An der Lahn soll der Wasserstand in wenigen Tagen wieder auf Normalniveau zurückgehen. Ein erneuter Anstieg ist laut Regierungspräsidium Gießen nicht abzusehen. Nach steigenden Pegelständen am Sonntag wurde auch an Main, Fulda und Werra von Montag an mit wieder sinkenden Pegelständen gerechnet.

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