Teruel in Spanien : Herz durchstochen: Spanischer Torero von Stier getötet

Barrio  war nur einen winzigen Moment unaufmerksam. In diesem Augenblick wurde er von dem rund  500 Kilogramm schweren Stier zu Boden gestoßen.

Barrio  war nur einen winzigen Moment unaufmerksam. In diesem Augenblick wurde er von dem rund  500 Kilogramm schweren Stier zu Boden gestoßen.

Der 29-jährige Stierkämpfer Víctor Barrio starb, nachdem ein Tier sein Herz durchbohrt hatte.

shz.de von
10. Juli 2016, 14:00 Uhr

Teruel | In Spanien ist erstmals in diesem Jahrhundert ein Torero in der Arena von einem Stier getötet worden. Der 29-jährige Víctor Barrio wurde am Samstag in Teruel im Osten des Landes vom Horn eines Stiers im Brustbereich getroffen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur Efe berichtete, durchstach der Kampfstier dabei das Herz des Toreros.  Der Stierkämpfer sei praktisch leblos in die Krankenstation der Arena gebracht worden. Wiederbelebungsversuche blieben ohne Erfolg.

Stierkampf wird von Tierschützern wegen der Tierquälerei scharf kritisiert. Befürworter empfinden es als kulturelle Identität Spaniens. Stierkampf ist in Spanien ein Milliardengeschäft.

Zuletzt waren in den Jahren 1984 und 1985 zwei Toreros in spanischen Arenen von Kampfstieren getötet worden. Im Jahr 1992 kamen zwei Banderilleros (Gehilfen von Toreros) bei Stierkämpfen in Spanien zu Tode.

In Spanien werden Stierkämpfe kontrovers diskutiert. Teile Spaniens haben sich inzwischen für ein Verbot der Stierkämpfe entschieden. Die Kanarischen Inseln in Jahr 1991, in Katalonien seit 2012.

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