H7N7 : Hennen in Niedersachsen mit hochansteckender Form der Vogelgrippe

Der Verdacht hat sich bestätigt: 10.000 Legehennen mussten auf einem Betrieb in Niedersachsen getötet werden, ein Sperrbezirk wurde eingerichtet.

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27. Juli 2015, 12:13 Uhr

Hannover/Meppen | Nach dem Ausbruch einer hochansteckenden Form der Vogelgrippe haben die Behörden im Emsland einen Betrieb mit 10.000 Legehennen gesperrt. Die Tiere seien bereits getötet worden, teilte das niedersächsische Landwirtschaftsministerium am Montag in Hannover mit.

Dem Betrieb selber war bei Eigenkontrollen der Verdacht auf die Vogelgrippe gekommen, der sich nach Untersuchungen durch das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit bestätigte. Dem Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems zufolge handelt es sich um den Viren-Subtyp H7N7.

Um die Verbreitung der Krankheit zu verhindern, errichtete der Landkreis Emsland einen Sperrbezirk mit einem Radius von drei Kilometern und einen Beobachtungsradius von zehn Kilometern um den Betrieb. In diese Gebiete darf Geflügel nicht herein- oder herausgebracht werden. Geflügelbestände in einem Umkreis von einem Kilometer sind ebenfalls getötet worden.

Das Ministerium rät, engen Kontakt zu infizierten Tieren zu meiden. Menschen könnten sich bei erkrankten und toten Vögeln sowie bei Vogelprodukten und -ausscheidungen anstecken.

Erst im November letzten Jahres sorgte der Erreger H5N8 für Beunruhigung im Norden. Damals wurde zuerst ein Fall aus Mecklenburg-Vorpommern bekannt.

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