Sometimes Lighter is Better : Heineken zieht Bier-Werbung nach Rassismusvorwürfen zurück

Der Slogan des neuen Diätbiers von Heineken sorgt für Ärger.

Der Slogan des neuen Diätbiers von Heineken sorgt für Ärger.

Der neue Slogan der niederländischen Brauerei sorgte im Netz für Aufsehen. Das Unternehmen reagierte umgehend.

Jens_Kerrin.jpg von
29. März 2018, 12:27 Uhr

Mit der Werbung für ihr neues Light-Produkt löst die niederländische Brauerei Heineken einen Shitstorm aus. Der Slogan „Sometimes Lighter is Better“ in Verbindung mit dem Spot ruft Rassismusvorwürfe im Netz hervor.

Der Spot spielt auf einer Dachterasse. An einer Bar sieht der Barkeeper eine Frau, die mit ihrem Weißwein augenscheinlich nicht zufrieden ist. Um ihr eine Alternative anbieten zu können, öffnet er ihr das neue Light-Bier von Heineken. Er schiebt es über die Bar zu ihr. Das Bier gleitet auf der Bar an verschiedenen dunkelhäutigen Partygästen vorbei. Schließlich gelangt es zu der weißen Frau mit dem Weißwein – der Slogan „Sometimes Lighter is Better“ wird eingeblendet.

Obwohl Heineken die Werbung zurückgezogen hat, kursieren Kopien davon im Netz:

Die Übersetzung des Werbeslogans kann „manchmal ist leichter besser“ als auch „manchmal ist heller besser“ bedeuten. Für den US-amerikanischen Musiker „Chance the Rapper“ ist die Werbung für das Diätbier eindeutig rassistsch. In einem Tweet wirft er dem Unternehmen vor, absichtlich rassistische Werbung zu produzieren, um mehr Aufmerksamkeit zu bekommen. Tausende von Nutzern greifen das Thema auf und diskutieren unter seinem Post darüber.

Heineken reagiert auf die Vorwürfe, in dem die Brauerei den Werbespot und die dazugehörige Kampagne zurückzieht. Ein Sprecher des Unternehmens gab gegenüber dem Business Insider bekannt, dass sie sich die Kritik zu Herzen nehmen und mit einem anderen Blickwinkel auf zukünftigen Projekte schauen werden. Allerdings habe Heineken immer darauf geachtet, in seinem Marketing zu zeigen, dass „uns mehr vereint als uns trennt“.

Zuletzt hatte die Modekette H&M mit einer Werbung für Rassismusvorwürfe gesorgt. Ein schwarzer Junge war mit einem Pullover mit dem Spruch „Coolest Monkey in the Jungle“ für Werbezwecke abgelichtet worden. Die Modekette entschuldigte sich dafür und zog das Foto zurück. Doch Kritikern in Südafrika ging das nicht weit genug. Sie demonstrieren vor zahlreichen Geschäften von H&M.

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