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Tsunami-Warnung : Heftiges Erdbeben bei den Salomonen-Inseln im Südpazifik

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Wieder hat die Erde gebebt, diesmal im Südpazifik. Noch ist nicht bekannt, ob es Schäden oder Verletzte gegeben hat. Doch es könnte zu starken Tsunami-Wellen kommen.

shz.de von
erstellt am 08.Dez.2016 | 20:43 Uhr

Kirakira | Vor der Inselgruppe der Salomonen im Südpazifik hat sich ein schweres Erdbeben ereignet. Die US-Geologiebehörde USGS gab die Stärke am Donnerstagabend zunächst mit 8,0 und später mit 7,8 an. Das Zentrum lag demnach im Meer rund 70 Kilometer südwestlich der Stadt Kirakira, der Hauptstadt der Insel Makira.

Das Beben ereignete sich um 18.38 Uhr deutscher Zeit (4.38 Uhr am Freitagmorgen Ortszeit). Das US-Tsunami-Warnzentrum hielt weitreichende gefährliche Tsunami-Wellen im Pazifikraum für möglich, die bis nach Hawaii reichen könnten. Zunächst gab es keine Informationen über Schäden oder Verletzte.

Auf den Salomonen-Inseln leben etwa 570.000 Menschen. Die Inseln liegen auf dem Pazifischen Feuerring (Ring of Fire). Das ist eine hufeisenförmige Zone entlang der Küsten des Pazifischen Ozeans, die häufig von Erdbeben und Vulkanausbrüchen heimgesucht wird. Entlang dieses Gürtels liegt etwa die Hälfte aller aktiven Vulkane.

Wenige Stunden zuvor hatte es auf der anderen Seite des Pazifiks bereits ein schweres Erdbeben gegeben - auch hier verläuft der „Ring aus Feuer“. Rund 150 Kilometer vor der Küste Nordkaliforniens wurde ein Beben der Stärke von 6,5 registriert. Es gab hierbei ausdrücklich keine Tsunami-Warnung. Dieses Beben ereignete sich in 12,1 Kilometer Tiefe.

In sozialen Netzwerken berichteten Menschen aus Nordkalifornien, sie hätten leichte Erschütterungen gespürt. Es gab keine Berichte über Sachschäden oder Verletzte. Auch im Bundesstaat Oregon nördlich von Kalifornien war das Beben nach Angaben der Behörden zu spüren. Auch dort blieb es folgenlos.

Der „Ring aus Feuer“ reicht von der Antarktis über Neuseeland und die Salomonen zum Ostrand Indonesiens. Er führt weiter über die Philippinen und Japan bis zu den Aleuten sowie den Küsten Nord- und Südamerikas. Im Erdinnern schieben sich entlang dieses Rings verschiedene Erdplatten untereinander. Je nach der Beschaffenheit ihrer Ränder sind die auftretenden Erschütterungen größer oder kleiner und lassen die Erde beben.

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