zur Navigation springen

15-Jährige nach Messerattacke in Haft : Hannover: Attacke auf Polizisten hat womöglich islamistischen Hintergrund

vom

Eine 15-Jährige rammt einem Beamten bei einer Passkontrolle unvermittelt ein Küchenmesser in den Hals. Die Deutsch-Marokkanerin war zuvor im Ausland.

Hannover | Die Messerattacke einer 15-Jährigen auf einen Polizisten im Hauptbahnhof Hannover hatte womöglich einen islamistischen Hintergrund. Dies werde derzeit geprüft, sagte Oberstaatsanwalt Thomas Klinge am Donnerstag. Der Polizist war bei dem Angriff am Freitag schwer verletzt worden.

Anschläge islamistischer Extremisten konnten in Deutschland bislang vereitelt werden oder schlugen fehl. Einzige Ausnahme: Im März 2011 erschoss ein Kosovo-Albaner auf dem Flughafen Frankfurt/Main zwei US-Soldaten und verletzte zwei weitere schwer. Er wurde zu lebenslanger Haft verurteilt.

Nach Informationen von „Focus online“ geht die Polizei davon aus, dass es sich bei der Tat um einen gezielten Angriff mit terroristischem IS-Hintergrund handelt. Dazu sagte Klinge: „Ich bin da sehr viel vorsichtiger.“ Die Deutsch-Marokkanerin habe sich vor dem Angriff im Ausland aufgehalten. Wo genau sie war, werde noch geprüft.

Die Schülerin hatte dem 34 Jahre alten Beamten bei einer Personenkontrolle am vergangenen Freitag unvermittelt ein Küchenmesser in den Hals gestoßen. Ein Kollege des Verletzten konnte die Jugendliche überwältigen und entwaffnen. Bei dem Mädchen sei nach der Festnahme ein zweites Messer gefunden worden.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die 15-Jährige wegen versuchten Mordes. Sie war zuvor bereits mehrfach aktenkundig geworden, unter anderem wegen Diebstahls und Körperverletzung.

zur Startseite

von
erstellt am 03.Mär.2016 | 13:22 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert