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Welt-Mädchentag : Handballer tragen Pink: Das steckt dahinter

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Die Arme der Spieler zieren am Donnerstag pinke Schweißbänder. Auch Gebäude werden an dem Tag in der Farbe angestrahlt.

shz.de von
erstellt am 11.Okt.2017 | 14:51 Uhr

Flensburg/Berlin | Ein ungewohntes Bild: Die Handball-Profis der SG Flensburg-Handewitt laufen am Donnerstag gegen den TVB 1898 Stuttgart mit pinken Schweißbändern auf. Nein, das sind keine neuen Glücksbringer, es handelt sich um ein Zeichen für die Gleichberechtigung. Damit macht der Verein mit beim Welt-Mädchentag. Eine Aktion, die die Rechte von Mädchen stärken soll. An dem Tag soll darauf hingewiesen werden, dass Jungen und Mädchen noch immer nicht die gleichen Chancen haben und Mädchen weltweit benachteiligt, diskriminiert und missbraucht werden.

Aber nicht nur die SG setzt an diesem Tag ein Zeichen, auch andere Vereine und Gruppen unterstützen die Aktion von „Plan International Deutschland“. Am Mittwoch, 11. Oktober, werden bekannte Gebäude, Wahrzeichen und Denkmäler international in Pink beleuchtet.

In Pink angestrahlt werden in Schleswig-Holstein und Hamburg folgende Gebäude:

Kiel: der Rathausturm und das Hochhaus der Christian-Albrechts-Universität

Hamburg: das Rathaus in Altona, das Holthusenbad, die Sankt-Petri-Kirche und das Büro von Plan International Deutschland

Lübeck: das Holstentor, das Europäische Hansemuseum, das Buddenbrookhaus und die Musik- und Kongresshalle.

Die Masten des Museumsschiffs Rickmer Rickmers wurden 2014 anlässlich des Welt-Mädchentags begleuchtet.

Die Masten des Museumsschiffs Rickmer Rickmers wurden 2014 anlässlich des Welt-Mädchentags beleuchtet.

Foto: Axel Heimken/dpa
Die Michaelis Kirche (Michel) in Hamburg erstrahlte 2013 in Pink.

Die Michaelis Kirche (Michel) in Hamburg erstrahlte 2013 in Pink.

Foto: dpa

Im vergangenen Jahr war auch die Seebrücke in Mecklenburg-Vorpommern groß dabei:

<p>Die Seebrücke auf der Insel Rügen beteiligte sich an einer bundesweiten Aktion für mehr Rechte von Mädchen in Entwicklungsländern.</p>

Die Seebrücke auf der Insel Rügen beteiligte sich an einer bundesweiten Aktion für mehr Rechte von Mädchen in Entwicklungsländern.

Foto: dpa
 

Der Welt-Mädchentag ist ein Teil der „Because I am a Girl“-Bewegung: Die UN-Kinderrechtskonvention legt fest, dass Mädchen die gleichen Rechte haben wie Jungen. Sie erhalten aber in einigen Ländern nicht die gleichen Chancen. Trotz wachsender Gleichberechtigung sind Mädchen in vielen Ländern immer noch benachteiligt. Das zeigt der Plan-Bericht „Bildung für Mädchen in der Entwicklungspolitik“.

Demnach gehen weltweit knapp 62 Millionen Mädchen im Grund- und unteren Sekundarschulalter nicht zur Schule. Wenn die Mädchen im höheren Sekundarschulalter dazugerechnet werden, sind es 130 Millionen. Die Gründe dafür seien: Armut, Diskriminierung und Gewalt. Der Bericht weist auch darauf hin, dass jedes dritte Mädchen in Entwicklungsländern vor ihrem 18. Geburtstag verheiratet werde. Zudem würden Teenagerschwangerschaften zu den häufigsten Todesursachen für Mädchen zwischen 15 und 19 Jahren zählen. Wenn Kinder selber Kinder bekommen, bedeute das fast immer auch das Ende ihrer Schulbildung und ihrer weiteren Entwicklungschancen.

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