Sony Picture Entertainment : Hackerangriff: Unfreiwillige Vorpremiere für Blockbuster

Die Filme sollten teilweise erst im Dezember oder im kommenden Jahr in die Kinos kommen, doch die Hackergruppe „Guardians of Peace“ zog Sony einen Strich durch die Rechnung.

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02. Dezember 2014, 10:51 Uhr

New York | Die Tat selbst klingt wie die Handlung eines neuen Blockbusters: Hacker stehlen um die 11.000 Gigabyte Daten, laut dem Stern und laden unveröffentliche Filme eines großen Filmeherstellers ins Internet. Doch für Sony Pictures Entertainment ist es bitterer Ernst geworden.

Die Hackergruppe „Guardians of Peace“ verschafften sich Zutritt auf die Computer der Sony-Tochter und entwendeten mindestens fünf neue Filme, von denen vier Filme bislang noch unveröffentlicht waren. Darunter unter anderem der Film „Annie“ (Kinostart in Deutschland 15. Januar 2015) und „Still Alice“ (deutscher Kinostart am 5. März 2015).

Noch ist nicht klar, ob die veröffentlichten fünf Filme nur die Spitze des Eisberges sind. Bei einer Datenmenge dieser Größenordnung besteht die Gefahr, dass neben anderen geheimen Datensätzen noch weitere Filme entwendet worden sind.

Der Vorfall wird vom FBI und dem Sicherheitsunternehmen „Fireeye Mandiant“ untersucht. Unklar ist, wer hinter der Hackergruppe „Guardians of Peace“ steckt. Sony jedoch vermutet Nordkorea. Der Grund ist die Komödie „The Interview“ von Sony Pictures Entertainment, bei dem der Diktator Kim Jong Un von zwei FBI Agenten umgebracht werden soll. Das der als rauchender, mit Vorliebe für Katy Perry dargestellte Diktator aneckt, ist klar. Nordkorea forderte das Einstampfen des Filmes und sprach in einer Beschwerde gegenüber der USA sogar von einer Kriegserklärung durch diesen Film.

Wer aber wirklich hinter den Angriffen steckt, weiß noch keiner. Unklar ist, ob es beim Verlust der fünf Filme für Sony bleibt. Solange nicht raus ist, wer hinter der Hackergruppe „Guardians of Peace“ steckt, muss Sony mit weiteren Veröffentlichungen rechnen.

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