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Ex-Aussenminister über Krebs : Guido Westerwelle: So reagiert das Netz auf den Auftritt bei Jauch

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Der ehemalige Außenminister Guido Westerwelle spricht bei Jauch über sein neues Buch und seine schwere Zeit der Krankheit.

shz.de von
erstellt am 09.Nov.2015 | 16:56 Uhr

Im Juni 2014 erhält der ehemalige Außenminister Guido Westerwelle im Alter von 52 Jahren die Diagnose Blutkrebs. Dann kommt die Chemotherapie und als diese nicht anschlägt, werden ihm im November 2014 Stammzellen aus dem Knochenmark eines Spenders transplantiert. Mittlerweile scheint er den Krebs überwunden zu haben und tritt wieder in der Öffentlichkeit auf. Ob der Kampf gegen die Krankheit allerdings wirklich erfolgreich war, weiß Westerwelle noch nicht. Der schlimmste Moment war kurz nach der Transplantation, als sein Körper auf eine Infusion allergisch reagierte. „Ich habe in dem Augenblick gedacht: Jetzt sterbe ich. So fühlt es sich an, das Sterben.“

Westerwelle führte während der gesamten Zeit Tagebuch. Daraus entstand, in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen „Stern“-Chefredakteur Dominik Wichmann, das Buch „Zwischen zwei Leben - Von Liebe, Tod und Zuversicht“. Westerwelle sagt, das Buch sei kein Krankheitsbuch und es solle anderen Mut machen, sowie ihm Mut gemacht wurde. Bei der Buchvorstellung gestern in Berlin ruft er dazu auf, sich als potenzielle Stammzellen-Spender registrieren zu lassen.

Der FDP-Politiker, geboren am 27. Dezember 1961, ist seit 1980 Mitglied der FDP und zählt zu den Mitbegründern der Jungen Liberalen. Unter dem Vorsitz von Westerwelle erreichte die FDP mit 14,6 Prozent der Stimmen ihr bisher bestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl. Er wurde daraufhin Bundesaußenminister. Als die FDP 2013 bei der Bundestagswahl an der Fünf-Prozent-Hürde scheiterte, schied er aus dem Parlament aus. Ein Jahr später, im Juni 2014, wurde bekannt, dass Westerwelle an Blutkrebs erkrankt war.

Westerwelle führte während der gesamten Zeit Tagebuch. Daraus entstand, in Zusammenarbeit mit dem ehemaligen „Stern“-Chefredakteur Dominik Wichmann, das Buch „Zwischen zwei Leben - Von Liebe, Tod und Zuversicht“. Westerwelle sagt, das Buch sei kein Krankheitsbuch und es solle anderen Mut machen, sowie ihm Mut gemacht wurde. Bei der Buchvorstellung am Sonntag in Berlin ruft er dazu auf, sich als potenzielle Stammzellen-Spender registrieren zu lassen.

Bei seinem Live-Auftritt in der ARD-Talkshow „Günther Jauch“ gestern Abend merkt man, dass der 53-Jährige noch nicht gesund ist. Die Krankheit hat ihre Spuren hinterlassen. Der forsche Gang, die große Geste, die laute Stimme sind weg. Gleich zu Beginn entschuldigt er sich, dass er jetzt manchmal schwer zu verstehen sei. Auf jeden Fall geht es dem ehemaligen Außenminister aber deutlich besser als in vielen der letzten Monate. „Man ist noch schwach“, sagt er. „Man muss sehen, dass man zu Kräften kommt. Aber vor einem Jahr hätte ich diesen Zustand herbeigesehnt.“

Die Netz-Reaktionen nach seiner Rückkehr in die Öffentlichkeit zeigen, dass ihm Respekt gezollt wird, dafür dass er die Krankheit überwunden hat und dafür dass er offen und authentisch über diese schwere Zeit spricht.

Neben den zum größten Teil positiven Reaktionen und Glückwünschen zu seinem Auftritt, gibt es auch vereinzelte kritische Stimmen.

Auf seinem Facebook-Profil bedankt sich Westerwelle für die Neuregistrierungen bei der deutschen Kochenmarkspenderdatei (DKMS).

Gestern Abend haben sich während der Sendung von Günther Jauch (Fernsehsendung) bereits 3000 Menschen als Stammzellspender bei der DKMS registrieren lassen. Herzlichen Dank!

Posted by Guido Westerwelle on  Montag, 9. November 2015

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