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Potsdam : Günther Jauch spendet 1,5 Millionen Euro für Garnisonkirche

vom

Jauch unterstützte bereits den Neuaufbau des Stadtschlosses in Potsdam.

shz.de von
erstellt am 14.Dez.2016 | 11:42 Uhr

Potsdam | TV-Moderator Günther Jauch (60) beteiligt sich mit einer Spende von 1,5 Millionen Euro am Wiederaufbau des Turms der Potsdamer Garnisonkirche. Das Geld sei für die Aussichtsplattform gedacht, sagte die Sprecherin der Stiftung Garnisonkirche, Friederike Kranke, am Dienstag.

Die Beschränkung auf den Wiederaufbau des Turms halte er für ein realistisches Projekt, begründete der in Potsdam lebende Jauch sein Engagement. „Mir erschien der gleichzeitige Aufbau von Turm und Kirche schon immer ein zu anspruchsvolles Ziel“, sagte er im Mitteilungsblatt der Stiftung.

Das historische Bild von Potsdam ist auch durch das engagierte Wirken von Spendern und Mäzenen geprägt. Jauch hatte bereits den Neuaufbau des Fortunaportals am einstigen Stadtschloss in Potsdam gefördert. Damit wurde die Wiederrichtung des Schlosses in Gang gesetzt - auch dank mehrerer Millionenspenden des Software-Milliardärs Hasso Plattner.

Er ermöglichte für das Haus eine historische Fassade und ein Kupferdach. Seit 2013 sitzt dort der Brandenburger Landtag. Plattners Stiftung finanzierte zudem den Wiederaufbau des Palais Barberini, in dem im Januar ein Museum öffnet. Gezeigt werden dort auch Teile seiner DDR-Kunstsammlung.

Nach Angaben von Stiftungssprecherin Kranke fehlen mit Jauchs Spende nur noch 750.000 Euro an der Spendensumme, die in Höhe von 14 Millionen Euro als Grundstock für das Projekt aufgebracht werden muss. Dann steuert der Bund seine angekündigten zwölf Millionen Euro bei. Die Gesamtkosten werden mit 37,8 Millionen Euro angegeben.

Im Sommer werden auf der Baustelle für den Turm die Bagger erwartet. Sie werden zuerst die alten Fundamente freilegen. Dann soll ein Grundbau entstehen, in einem zweiten Bauabschnitt wird das Äußere historisch originalgetreu nachgebaut. Künftig soll es dann Raum für Erinnerungen an die Geschichte, aber auch Platz für Begegnungen geben.

Gegner des Wiederaufbaus der Garnisonkirche sehen in ihr ein Symbol für den preußischen Militärstaat. Am „Tag von Potsdam“ war sie 1933 Schauplatz des historischen Händedrucks von Adolf Hitler und Reichspräsident Paul Hindenburg.

Der Bau gilt als Hauptwerk des preußischen Barocks und war zu DDR-Zeiten 1968 gesprengt worden, obwohl er nicht einsturzgefährdet war.

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