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„Bearded Villains“ : Gruppe von IS-Kämpfern in Schweden entdeckt – ach nee, doch nicht

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Das dachte ein Autofahrer und rief die Polizei. Die entdeckte aber nur Mitglieder der Hipstervereinigung „Bearded Villains“.

shz.de von
erstellt am 13.Okt.2015 | 10:29 Uhr

Mitten im idyllischen Schweden entdeckt ein Autofahrer eine Gruppe bärtiger Männer, die an einer Burgruine mit einer schwarzen Flagge posieren. Er ruft die Polizei, weil er denkt, hier würden sich Terroristen des Islamischen Staats versammeln. Die Polizei kommt schnell. Doch sie entdeckt etwas anderes.

Die Ruinen von Brahehus liegen nahe der Stadt Jönköping. Andreas Fransson und seine Freunde waren außerhalb der Ruine, als zwei Polizisten auftauchten. Die erkannten die Situation schnell. Hier tummelten sich keine IS-Terroristen, sondern Mitglieder der Vereinigung „Bearded Villains“ (bärtige Bösewichte), berichtet die britische Zeitung „The Guardian

Die Organisation bezeichnet sich auf der eigenen Homepage selbst als „Bruderschaft elitärer Bartträger aus der ganzen Welt“ und hat sich dem Kampf gegen Homophobie, Rassismus, Unterdrückung und Ungerechtigkeit verschrieben. Keine Spur von Terrorismus also.

 

30 bärtige Männer: Terroristen? Nein, das sind Hipster.
30 bärtige Männer: Terroristen? Nein, das sind Hipster.

Die Polizisten erkannten das schnell und „hatten gut was zu lachen“, sagt Fransson. Sie seien lächelnd wieder in ihren Streifenwagen gestiegen und gefahren. Die schwarze Flagge hat ebenfalls eine Bedeutung. „Sie wird über die ganze Welt von Club zu Club geschickt und jeder macht Fotos mit der Flagge, die wir dann in unserer Community zeigen“. Ein kurzes Video zeigt die schwedischen Bartträger vor den Ruinen des Herrenhauses.

Die Vereinigung wurde 2014 in Los Angeles gegründet. Mittlerweile hat sie Ableger in Deutschland, Kanada, Griechenland, den Niederlanden, Australien und Mexiko sowie in 25 US-Staaten und Großbritannien. „Es ist ein witziger Zwischenfall, allerdings ist es traurig, dass unsere Wohltätigkeit mit dem IS-Terror in Verbindung gebracht wird“, sagt Fransson.

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