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Heiligsprechung : Großandrang auf dem Petersplatz

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Kirchliches Großereignis: Papst Franziskus spricht gleich zwei seiner Vorgänger heilig. Hunderttausende kamen zu der Zeremonie auf dem Petersplatz.

shz.de von
erstellt am 27.Apr.2014 | 09:42 Uhr

Rom | Papst Franziskus hat am Sonntag in einer feierlichen Zeremonie auf dem Petersplatz mit Johannes Paul II. und Johannes XXIII. zwei seiner Vorgänger heiliggesprochen. Franziskus verlas vor der Menschenmenge feierlich die Formel, mit der die beiden Päpste in das Verzeichnis der Heiligen der katholischen Kirche aufgenommen wurden. Damit können beide weltweit als Heilige verehrt werden.

Auch der emeritierte Papst Benedikt XVI. zelebrierte die Messe mit, jedoch nicht am Altar, sondern bei den Kardinälen. Als er erschien, brach langer Applaus auf dem Petersplatz aus. Franziskus begrüßte vor dem Beginn der Messe seinen 2013 zurückgetretenen Vorgänger. Zu dem katholischen Großereignis waren Hunderttausende nach Rom gekommen, vor allem Polen, die ihren Karol Wojtyla feierten. Medien übertrugen die Messe, mit der erstmals in der Kirchengeschichte zwei Päpste gleichzeitig heiliggesprochen wurden, in alle Welt.

Franziskus feierte den polnischen Vorgänger und den italienischen Reformpapst gemeinsam mit etwa 150 Kardinälen, rund 1000 Bischöfen aus aller Welt sowie 6000 Priestern. Allein 24 Staatschefs und mehr als 90 internationale Delegationen sind präsent.

Vor allem aus Polen, dem Heimatland des populären Karol Wojtyla, sind Zehntausende zur Heiligsprechung von Johannes Paul angekommen. Die Messe mit den Heiligsprechungen wird als Medienereignis in alle Welt übertragen. Die Stadt Rom und der Vatikan haben umfangreiche Vorkehrungen für die Sicherheit und die Betreuung der Menschenmenge getroffen. In Rom sind Großbildschirme verteilt, damit auch jenseits des Petersplatzes alle die Zeremonie mitverfolgen können.

Franziskus feiert den polnischen Vorgänger und den italienischen Reformpapst gemeinsam mit etwa 150 Kardinälen, rund 1000 Bischöfen aus aller Welt sowie 6000 Priestern. Mehr als 90 Delegationen von Regierungen und internationalen Organisationen haben sich dafür angemeldet. Darunter sind Dutzende Staatspräsidenten, Regierungschefs sowie Vertreter von Königshäusern und von anderen Religionen.

Papst Franziskus würdigte seine beiden Vorgänger bereits vor ihrer feierlichen Heiligsprechung. „Ich bin Polen dankbar für das Geschenk Johannes Paul II.“, sagte der Papst in einer am Freitag vom Vatikan veröffentlichten Botschaft für das polnische Fernsehen. Franziskus hob den unermüdlichen Dienst und geistlichen Rat sowie das außerordentliche Zeugnis der Heiligkeit von Karol Wojtyla (1920-2005) hervor, „der die Kirche ins dritte Jahrtausend des Glaubens geleitet hat“. In einem Brief an die Diözese Bergamo, aus der der Reformpapst Johannes XXIII. (1881-1963) stammte, nannte er diesen ein großes Geschenk für die katholische Weltkirche.In Polen wird die Heiligsprechung von Johannes Paul II. als mehrtägiges Event gefeiert. In Warschau, Krakau und anderswo gibt es am Sonntag ein „public viewing“ für alle, die die Übertragung der Heiligsprechung nicht vor dem heimischen Fernseher verfolgen wollen. Auf dem Warschauer Pilsudski-Platz wurde eine „Strefa JP2“ nach dem Vorbild der Fanzone bei der Fußball-EM eingerichtet.

Auch auf dem Kurznachrichtendienst Twitter als einem der offiziellen Kommunikationskanäle des Vatikans sind Millionen Menschen auf der ganzen Welt live dabei. Ende 2012 startete der offizielle Twitter-Account für den Papst (damals noch durch Benedikt XVI.). Der Twitter-Account von Papst Franziskus hat erst letzte Woche eine neue Rekordmarke erreicht: Mehr als 13 Millionen Menschen folgen dem Papst inzwischen auf Twitter auf allen seinen Accounts. Eine so breite Masse erreicht der Twitter-Account des Papstes unter anderem deswegen, weil er in neun Sprachen bespielt wird: Englisch, Italienisch, Spanisch, Deutsch, Französisch, Latein, Portugiesisch, Arabisch und Polnisch. Mit den meisten Follower kann der spanischsprachige Twitter-Account aufwarten - rund 5,5 Millionen -, gefolgt vom englischsprachigen mit über 3,9 Millionen und dem italienischsprachigen mit mehr als 1,6 Millionen.

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