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Bundestrainer bei EM 2016 : Griff in die Hose: Der Abstieg von Jogi Löw in sechs Phasen

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Galt er bei seinem Amtseintritt noch als einer der bestangezogenen Trainer, hat es den Anschein Jogi Löw lasse sich mehr und mehr gehen. shz.de zeigt den stilistischen Abstieg unseres Bundestrainers.

shz.de von
erstellt am 13.Jun.2016 | 14:06 Uhr

Für Stilsicherheit waren wir Deutschen in der Welt noch nie bekannt. Doch dann betrat 2006 Joachim Löw als neuer Bundestrainer das Spielfeld und zeigte, dass man auch als Fußballtrainer stylingtechnisch mehr kann als Trainingsanzug und Sportsocken in Sandalen. Enggeschnittenes Hemd, lässiges Sacko, Designer-Pulli -  so zeigte sich Löw und die Fans waren begeistert. Die Mode-Ausstatter der deutschen Fußballler erzählten vom Ausverkauf der beliebten Klamotten, und modische Vergleiche mit Stilikonen wie David Beckham lassen nicht lange auf sich warten.

Was ist nur seitdem passiert? Es scheint, als ruhe sich Löw auf seinem Erfolg aus und ließe sich nicht nur modisch immer mehr gehen. Wir haben uns die Verwandlung des Jogi Löw angeschaut.

Geschniegelt

<p>2004 war noch alles in Ordnung. Joachim Löw, damals noch Co-Trainer, und Jürgen Klinsmann, lassen sich Style-technisch nichts vormachen.</p>

2004 war noch alles in Ordnung. Joachim Löw, damals noch Co-Trainer, und Jürgen Klinsmann, lassen sich Style-technisch nichts vormachen.

Foto: Rolf Vennenbernd/dpa
 

Als Co-Trainer von Jürgen Klinsmann macht Löw 2004 auch Schlagzeilen für sein stilsicheres Auftreten. Lässig und trotzdem schick präsentiert sich das Trainerpaar am Spielfeldrand.

Gestriegelt

<p>Auch bei der WM 2006 zeigt sich Löw mit einer schlichten Eleganz.</p>

Auch bei der WM 2006 zeigt sich Löw mit einer schlichten Eleganz.

Foto: Oliver Berg/dpa

2006 befindet sich Deutschland bei der WM im eigenen Land im Freudentaumel. Auch hier überzeugt Löw mit seinem Auftreten. Modisch gibt er sich in schlichter Eleganz.

Popelnd

Aber Igitt - Was ist denn das? 2010 popelt Joachim Löw vor laufenden Kameras und steckt sich danach auch noch den Finger in den Mund. So kennt man den Vorzeige-Trainer noch gar nicht und erste Zweifel an Löws Stilsicherheit machen sich breit.

2014 setzt er noch einen drauf und wurde dabei erwischt, wie er sich erst in der Nase popelte und dann die gleiche Hand Christiano Ronaldo zum Gruß austreckte.

Geruchsintensiv

Nach dem Popel-Auftritt hätte man vermuten können, dass Löw aus diesem Ausrutscher lernt. Aber nein - Die Kameras in den Stadien verpassen nichts und zeichnen schon bald auf, wie sich Löw mit seiner Hand unter die Achseln greift um danach genüsslich den Geruch zu überprüfen. Und das obwohl er doch „ so stylisch“ aussehe wundert man sich in einer britischen Fernsehshow macht sich lustig.

<p>Da hilft auch der blaue „Glückspulli“ nicht mehr. Löws Ruf als Stilikone wird durch die Popel- und Schnüffelaktionen in Mitleidenschaft gezogen.</p>

Da hilft auch der blaue „Glückspulli“ nicht mehr. Löws Ruf als Stilikone wird durch die Popel- und Schnüffelaktionen in Mitleidenschaft gezogen.

Foto: Marcus Brandt/dpa

Verschwitzt

Und dann das - beim EM-Auftaktspiel der deutschen Mannschaft betritt Löw mit einem schlichten, grauen Shirt das Spielfeld. Vielleicht sind seine Koffer noch nicht angekommen, fragt sich SPD-Abgeordneter Sven Kohlmeier bei Twitter:

Doch damit nicht genug. Als Löw beim Torjubel die Arme in die Höhe reißt, zeigen sich riesige Schweißflecken. Da hilft wohl auch kein Schnüffel-Test mehr.

Überprüfend

 

Das Sahnehäubchen kommt allerdings ein wenig später im selben Spiel. Was war denn das? Hat er sich da tatsächlich gerade in die Hose gefasst?

„So riecht der Auftaktsieg“ titelt das Fußball-Magazin 11Freunde. Denn nachdem er überprüft, ob in der Hose noch alles am Platz ist, führt Jogi in gewohnter Löw-Manier die Hand zur Nase.

Nach dem Griff in die Hose von Vorne, wird der Gründlichkeit halber auch Hinten noch einmal ausgiebig geprüft und gerochen:

„Warum hat er nicht den richtigen Riecher, wenn es um Kameras im Stadion geht?“, fragt sich ein Twitter-Nutzer. Vielleicht stellt sich nach jahrelanger Trainertätigkeit irgendwann einfach so ein heimisches Gefühl der Entspanntheit ein.

Und mal ganz ehrlich: Macht es Löw nicht auch irgendwie sympathisch, dass er sich nicht darum kümmert, wie er aussieht und wer ihn beobachtet? Wir freuen uns auf weitere Popel-, Schnüffel- und Stylingausfälle unseres Bundestrainers, solange es beim Gewinnen bleibt.

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