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Video: Everything is NOT Awesome : Greenpeace, Lego und die Kooperation mit Shell

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In einem emotionalen Video ruft Greenpeace zur Beendigung der Kooperation von Lego mit Shell auf: „Shell vergiftet die Fantasie unserer Kinder“ sagt Greenpeace.

shz.de von
erstellt am 28.Aug.2014 | 16:54 Uhr

Flensburg | Es sieht aus wie ein Trailer für einen neuen Lego-Film. Eine arktische Szenerie in der Eisbären und Huskies zu sehen sind, blaues Meer und hohe Eisberge. Inuit sind beim Fußballspielen zu sehen. Dann der Schwenk auf eine Shell-Ölbohrstation. Mit dem Video will Greenpeace auf die Kooperation zwischen Lego und Shell aufmerksam machen. Die Zusammenarbeit mit Lego soll das Image des Ölgiganten aufbessern. Greenpeace fordert den dänischen Konzern Lego auf, die Zusammenarbeit zu beenden. Der Hersteller der Plastikbauklötze mache Werbung für Shell und bringe somit Propaganda ins Kinderzimmer. „Shell is polluting our Kids' Imaginations“ (Shell vergiftet die Fantasie unserer Kinder) schreibt Greenpeace am Ende des Videos. Einige der Legospielzeuge tragen das Logo der Firma Shell.

Seit Jahren plant Shell, in der Arktis mit der Ölförderung zu beginnen. Greenpeace kämpft aktiv gegen diese Vorhaben. Eine Petition, die an das Video geknüpft ist, soll auf das Thema aufmerksam machen. Unterlegt mit einer traurigen Version des Hits „Everything is Awesome“, der spaßige Song zum offiziellen Lego-Film, überflutet schwarzes Öl nach einem Unfall auf der Bohrplattform die arktische Legolandschaft und verschluckt alles vorher dagewesene. Am Ende ragt nur noch die Shell-Fahne aus der zähflüssigen schwarzen Masse.

2,5 Millionen mal wurde das Video in den ersten 48 Stunden nach Veröffentlichung bereits angeklickt. Mittlerweile sind es mehr als 5,5 Millionen Aufrufe bei Youtube. Die Petition gegen Lego und Shell unterzeichneten bereits mehr als 325.000 Menschen. In Dänemark reagiert man mit Entsetzen auf das Video. Christopher Arzrouni von der dänischen Wirtschaftszeitung Børsen nennt die Greepeace-Aktivisten gegenüber dem Fokus „grüne Geiselnehmer.“ Es sei „eine Schweinerei“, ein „beliebtes dänisches Unternehmen derart zu erpressen.“

Auch auf Twitter macht das Video die Runde.

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