Heidi Klums erstes Massaker : GNTM 2018: Die Top 5 heißen Ivana, Toni, Zoe, Vic und Klaudia

Dieses Mal ging es zum Staffelstart von GNTM in die Karibik.
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Dieses Mal ging es zum Staffelstart von GNTM in die Karibik.

50 Kandidatinnen schleppen Thomas Hayo und Michael Michalsky ihrer Chefin beim Staffelauftakt von GNTM 2018 in die Karibik. Wer wichtig ist, erklärt im Anschluss Annemarie Carpendale: Ivana, Toni, Zoe, Victoria und Klaudia.

shz.de von
09. Februar 2018, 07:06 Uhr

Kaum ist das Dschungelcamp zu Ende, hat „Germany‘s Next Topmodel“ schon wieder angefangen. Worum geht‘s diesmal?

Massaker aus Notwehr: Viel zu viele Gesichter beim GNTM-Start 2018

Über drei Stunden dauert der 13. Staffelauftakt von „Germany‘s Next Topmodel“, ein großer Teil davon ist Werbung – wenn man das bei diesem Format überhaupt so genau von einander trennen kann. Es ist jedenfalls schwer, über die lange Zeit immer ganz aufmerksam zu bleiben. Die Kandidatinnen der ersten Folge füllen ein ganzes Flugzeug. 50 junge Frauen reisen in die Karibik – und das, obwohl die Hilfsjuroren Thomas Hayo und Michael Michalsky vorher schon mal grob aussortiert hatten. Heidi Klum findet 50 Kandidatinnen natürlich auch viel zu viel. Aus reiner Notwehr veranstaltet sie ein Massaker, das nur 29 von 50 Modelanwärterinnen überleben. Wen davon muss man sich einprägen?

GNTM verstehen – mit Annemarie Carpendale von „red!“

Wer „Germany‘s Next Topmodel“ verstehen will, muss nicht die Sendung selbst gucken, sondern den Erklärfilm, den Annemarie Carpendale hinterher in „red!“ präsentiert. Hier sieht man all die Gesichter von eben noch einmal, nun aber um all die Eintagsfliegen bereinigt, mit denen GNTM seine Sendezeit streckt. Das Boulevardmagazin entwickelt sich direkt aus dem Teaser am Ende der offiziellen Folge und hat in etwa dieselbe Funktion: „So viel sei schon mal verraten“, endet der erste Beitrag: „Nächste Woche kracht es zwischen Zoe und Victoria.“ Was also hat es mit den beiden auf sich?

Wer sind Zoe und Victoria?

Wer sich hinter diesen beiden Namen verbirgt, haben sogar unaufmerksame Zuschauer längst begriffen. Die eine (Zoe) verweigert schon ein supersoftes Spontan-Shooting mit Thomas Hayo, kriegt Atemnot, als sie sich doch noch fotografieren lässt, wackelt am Ende der Folge und heult, als Soraya – die einzige Transgender-Kandidatin dieser Ausgabe – sie snobistisch disst. (Nur um wenig später rauszufliegen. Das kommt davon.) Die andere ist provozierend reich: GNTM zeigt das Mädchen in ihrem Elternhaus, das genauso aussieht wie die aktuelle „Bachelor“-Villa. Victorias Vater ist in Österreich Chanel-Vorstand. Zoe und Victoria sind beste Freundinnen und machen der Regie den Mund mit Worten wie diesen wässrig: „Wir sind echt schrecklich zusammen. Da hält uns niemand aus.“ Außerdem teilen beide eine verrückte Vergangenheit, die irgendwie mit einem Burschen zu tun hat, an dem beide gleichzeitig dran waren. Bei „red!“ erzählen sie das Liebesabenteuer noch mal; so ganz versteht man es immer noch nicht. Am Ende ist GNTM eben auch nur ein Landschulheim. Alle sind furchtbar aufgeregt, und meistens hat es was mit dem Jungszimmer zu tun.

Selma und Ivana: das Shoot-out der nächsten GNTM-Episode

Zwei Kandidatinnen wackeln noch über die erste Episode hinaus: Selma und Ivana. In der nächsten Woche werden die Shootings der beiden zum Shoot-out. Die Spielregel ist eine Art Brandbeschleuniger für das GNTM-Grundprinzip der sozialen Auslese: Eine der beiden kommt weiter – auf Kosten der anderen. Dass Ivana und Selma von Beginn an härter kämpfen müssen als alle anderen, macht sie zu den idealen Antagonistinnen für Victoria, der Kandidatin, der alles in die Wiege gelegt ist. Selma dagegen ist Putzfrau, als Teamleiterin, was alles offenbar noch schlimmer macht, weil sie immer als Erste und als Letzte am Feudel steht. Ihr Arbeitszeitfenster beziffert Selma in „red!“ auf 4.30 Uhr bis 23 Uhr. Ivana hat einen Job an der Supermarktkasse; im Zweifel eignet also auch sie sich für das Duell It-Girl vs. Working Girl.

Abigail, Klaudia, Toni – Heidis geniale Täuschungsmanöver

Ein paar Kandidatinnen sind als Überraschungstüte inszeniert. Von Abigail erfahren wir zum Beispiel, dass sie auf YouTube 160.000 Followern Schminktipps gibt. Kaum gibt man sie daraufhin für ein anständiges Leben verloren, bekennt sie sich zu einem Studium der Agrarwissenschaften. Toni wird in einem Gotteshaus vorgestellt und weckt ungute Erinnerungen. Die letzte richtig fromme GNTM-Kandidatin war Jacqueline, die von Heidi Klum erst für ihre schlampig rasierte Achseln gemobbt wurde und dann plötzlich wunderschön war. Toni ist es jetzt schon so unübersehbar, dass Jacquelines Plot vom hässlichen Entlein für sie nicht infrage kommt. Tatsächlich hat „bild.de“ gerade ein Foto aufgetant, das Toni auf der amfAR-Gala zeigt, ein wichtiges gesellschaftliches Ereignis, auf das Heidi Klum nur mögliche GNTM-Siegerinnen mitnimmt. Die zweite amfAR-Kandidatin ist Klaudia, die man in der ersten Folge noch für die Anwärterin aufs Dschungelcamp gehalten hätte: Klaudia kleidet sich wie beim Fasching, kichert entsprechend irre und begleitet jeden ihrer unbegreiflichen Lachanfälle mit einer Art Tänzchen. Trotzdem war sie schon vor GNTM als richtiges Model unterwegs. Annemarie Carpendale liefert später Beweisbilder dafür. Offenbar bewirbt Opel in dieser Staffel ein übles Spaßmobil. Anders ist die närrische Favoritin nicht zu erklären.

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