Gesunde Ernährung vorleben: Kinder lernen von den Eltern

 Beim Kochen involviert zu werden, kann vielen Kindern helfen, einen ungezwungenen Umgang mit dem Essen zu entwickeln. Foto: Julian Stratenschulte
Beim Kochen involviert zu werden, kann vielen Kindern helfen, einen ungezwungenen Umgang mit dem Essen zu entwickeln. Foto: Julian Stratenschulte

Fulda (dpa/tmn) - Das mag ich nicht, das ess ich nicht! Viele Kinder sind extrem wählerisch, wenn es um das Essen geht. Da wundert es nicht, wenn die Eltern ein wenig die Geduld verlieren: Doch genau die lohnt sich, raten Experten.

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30. Mai 2013, 03:33 Uhr

Fulda (dpa/tmn) - Das mag ich nicht, das ess ich nicht! Viele Kinder sind extrem wählerisch, wenn es um das Essen geht. Da wundert es nicht, wenn die Eltern ein wenig die Geduld verlieren: Doch genau die lohnt sich, raten Experten.

Kinder lehnen Essen oft ab, wenn Eltern ihnen es als gesund verkaufen. Denn Gesundheit ist für sie ein abstrakter Begriff, der keine Relevanz hat. «Ein Zehnjähriger begreift nicht, was ein Herzinfarktrisiko ist. Der hält einen Dreißigjährigen für steinalt», sagt Prof. Christoph Klotter von der Universität Fulda. Kinder würden gesundes Essen viel eher akzeptieren, wenn ihre Eltern ganz selbstverständlich Müsli oder Gemüse essen - ohne das groß zu kommentieren. Kinder trennten von Beginn an sehr stark zwischen dem, was sie wollen und dem, was sie essen sollen, erläutert Klotter in der Zeitschrift «Nido».

Statt dem Kind Essen zu verabreichen, das sie nicht mögen, sollten Eltern es so viel wie möglich integrieren und mitmachen lassen. «Fragen Sie einfach mal, was das Kind will», rät Klotter. Je früher sie in die Auswahl und Zubereitung eingebunden werden, desto eher steigt die Chance, dass sie später bei ihrem Essen Abwechslung möchten. Selbst wenn es aufwendig ist, mit dem Nachwuchs den Speiseplan zu diskutieren: «Es lohnt sich. Das ist ein Zeitopfer, das man bringen sollte.»

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