Nationaler Tag des Papierfliegers : Fünf Anleitungen im Test: Wie bastele ich einen guten Papierflieger?

Zum Tag des Papierfliegers macht shz.de den Test: Welcher A4-Blatt-Flieger hat bei einer Zufallsauswahl die Nase vorn?

shz.de von
25. Mai 2015, 19:28 Uhr

Die Standardversion eines Papierfliegers aus einem A4-Blatt zu basteln, gehört wohl zu jeder Kinder- und Schulzeit dazu. Am 26. Mai wird in den USA der Nationale Tag des Papierfliegers gefeiert. Er soll dem einfachen Spielzeug gedenken und jeder soll an diesem Tag selbst einen Papierflieger bauen. Es gibt unzählige Versionen, die aus einem einfachen Blatt Papier gebastelt werden können. Heute ist es vor allem ein Hobby, immer bessere Papierflieger zu basteln. Korrekterweise muss man allerdings von „Faltfliegern“, noch genauer von „Oriplanen“ sprechen. Hier wird der Flieger nicht durch Hilfsmittel wie Briefklammern, Klebstoff oder Klebeband verbessert.

Der Standard-Flieger: Ihn haben die meisten schon einmal gebastelt.

Es ist die einfachste Version: Die Ecken von der Seite in die Mitte falten, danach die Ecken erneut zur Mitte falten. Danach den Flieger in der Mitte zusammenfalten. Die Flügelspitzen können nach oben (Loopings) oder nach unten geknickt werden (Tauchflug).
Hencke
Es ist die einfachste Version: Die Ecken von der Seite in die Mitte falten, danach die Ecken erneut zur Mitte falten. Danach den Flieger in der Mitte zusammenfalten. Die Flügelspitzen können nach oben (Loopings) oder nach unten geknickt werden (Tauchflug).

Für die kleinen Oriplanen gibt es zwar keine offiziellen Weltmeisterschaften, dennoch wurden mit der Zeit verschiedene Rekorde aufgestellt. Aufgrund unterschiedlichster Reglements bei diversen Wettbewerben lassen sich diese jedoch wirklich nicht vergleichen. Seit 2006 gibt es zum Beispiel alle drei Jahre die Red Bull Paper Wings. Der Papierflieger-Wettbewerb, in diesem Jahr fand er am 8. und 9. Mai in Salzburg statt, ermittelt dabei Sieger in Kategorien wie der „längsten geflogenen Distanz“ oder der „längsten Flugzeit“. Der Neuseeländer Giovanni Mamea ließ seinen Papierflieger in diesem Jahr 59 Meter weit fliegen. Ein Chinese hielt sein Flugzeug dagegen exakt 14,53 Sekunden in der Luft. Die Regeln für den Wettbewerb des Energydrink-Abfüllers legte die PAA, also die Paper Aircraft Association (Achtung: Comic-Sans-Webseite) fest. Ja, so etwas gibt es.

Im Guinessbuch der Rekorde ist übrigens des Japaner Takuo Toda Rekordhalter. Sein Flieger war 29,2 Sekunden lang in der Luft. Damit ist der Chef einer Werkzeugmaschinenfirma unerreicht. Toda ist ebenfalls Boss des japanischen Verbandes für Origami-Papierflugzeuge (Jopa). Sein Weltrekord wurde auf Youtube für die Ewigkeit festgehalten:

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Die längste bisher gemessene Weite erreichte der Flieger von Joe Ayoob und John M. Collins. Er flog im Februar 2012 in einem Flugzeug-Hangar 69,14 Meter weit. Das Video dazu wurde auf Youtube insgesamt vier Millionen Mal angeklickt und war damals ein viraler Hit. Ayoob ist ein früherer Football-Spieler. Er warf das von Collins entworfene Flugzeug zur Rekordweite.

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Bei Fliegern, die nur aus einem A4-Blatt gefaltet wurden, liegt der Rekord in Deutschland bei 38 Metern und wurde von Alexander Schwarz am 5. Februar 2015 aufgestellt.

Doch kann jeder von uns einen Rekordflieger basteln? shz.de hat fünf zufällig ausgewählte Youtube-Anleitungen für einfach und schnell zu bastelnde Flugzeuge getestet:

1. Der aufgepeppte Standard-Flieger:

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Unser Ergebnis:

Der Papierflieger lässt sich einfach basteln und fliegt sehr gut.
Hencke
Der Papierflieger lässt sich einfach basteln und fliegt sehr gut.
 

Fazit: Der Papierflieger lässt sich einfach basteln und fliegt gut. Er landet in unserem Flugvergleich auf Platz 2. Empfehlenswert.

2. Der „weltbeste Papierflieger“:

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Unser Ergebnis:

Der Ken-Blackburn-Flieger ist sehr simpel und fliegt ausgezeichnet.
Hencke
Der Ken-Blackburn-Flieger ist sehr simpel und fliegt ausgezeichnet.

Fazit: Der Flieger ist schnell zu basteln und sieht interessant aus. Entweder ist aber unser Papier ungeeignet oder wird haben etwas falsch gemacht. Einen Rekord, wie ihn Blackburn im Jahr 1994 mit 18,8 Sekunden Flugzeit aufstellte, kann man in unserer Newsroom-Umgebung nicht erreichen. Bei uns reicht es daher nur für den letzten Platz.

3. Der „Beste Papierflieger“:

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Unser Ergebnis:

Optisch kein Überflieger, aber einfach zu basteln und mit guten Flugeigenschaften.
Hencke
Optisch kein Überflieger, aber einfach zu basteln und mit guten Flugeigenschaften.

Fazit: Er ist nicht schön, dafür aber einfach zu basteln. Die Flugeigenschaften sind noch in Ordnung. Platz 4.

4. Der „einfache“ Flieger:

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Unser Ergebnis:

Ein weiterer einfacher Flieger: Er ist in knapp drei Minuten einsatzbereit.
Hencke
Ein weiterer einfacher Flieger: Er ist in knapp drei Minuten einsatzbereit.

Fazit: Der Flieger hat sogar ein Cockpit und fliegt ein bisschen über dem Durchschnitt. In knapp drei Minuten ist er einsatzbereit. Er macht schon mehr Spaß. Unser Platz 3.

5. Der „Geradeaus“-Flieger:

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Unser Ergebnis:

Er ist nah am Standard-Flieger und ist doch besser: Der Geradeaus-Flieger.
Hencke
Er ist nah am Standard-Flieger und ist doch besser: Der Geradeaus-Flieger.

Fazit: Optisch eine Augenweide und auch die Flugeigenschaften überzeugen. Unser Testsieger im Newsroom-Vergleich.

Natürlich gibt es weitere zahlreiche Modelle, die weitaus aufwendiger zu falten sind. So versuchen sich die Origami-Falter an „Star Wars“-Modellen wie dem X-Wing-Fighter oder Raumschiffen aus der Serie „Star Trek“. Aber auch Militärjets werden gerne nachgebaut. So zum Beispiel wie hier: Eine McDonnell Douglas F-16 aus einem A4-Blatt.

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