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Hameln : Frau mit Seil hinterm Auto hergeschleift - Ex-Mann gesteht

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Der Sohn musste die Tat mit ansehen. Die Frau überlebte schwer verletzt - sie leidet unter den Folgen.

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2017 | 10:12 Uhr

Hannover/Hameln | Ein 39-Jähriger hat vor Gericht gestanden, dass er seine Ex-Partnerin in Hameln mit einem Seil um den Hals an sein Auto gebunden hat und losgefahren ist. Zum Auftakt des Prozesses vor dem Landgericht Hannover ließ der Mann durch seinen Verteidiger erklären, er habe auf grausame Weise versucht, die Frau zu töten. Ihm tue unendlich leid, was er ihr und dem gemeinsamen Sohn angetan habe. Der Mann muss sich unter unterem wegen versuchten Mordes verantworten. 

Der Fall  in der niedersächsischen Kleinstadt Hameln sorgte wegen seiner Abscheulichkeit für bundesweites Aufsehen.

Der 39-Jährige beteuerte am Montag in seiner Einlassung, die Tat sei nicht geplant gewesen. Seile und Axt seien wegen Gartenarbeiten im Auto gewesen. Ursprünglich habe er sich nach Rückgabe des Sohnes an die Ex-Lebensgefährtin am Tattag selbst umbringen wollen, ließ der Mann aus Eimbeckhausen, einem Ortsteil von Bad Münder, erklären.

Vor dem Mordversuch mit dem Auto soll der Angeklagte die 28-Jährige auf der Straße mit Messerstichen und Axthieben misshandelt haben. Hintergrund war demnach ein Streit um Unterhalt.

Danach band er laut Anklage die Frau am Wagen fest und gab Vollgas. Das Seil löste sich nach etwa 200 Metern. Der zweijährige Sohn der beiden saß während der Tat im Wagen.

Die 28-Jährige überlebte schwer verletzt und leidet heute noch massiv unter den Folgen des Verbrechens. Sie tritt als Nebenklägerin im Prozess auf und sollte noch am Montag als Zeugin gehört werden.

Für den Prozess sind drei Verhandlungstage angesetzt. Demnach könnte am 31. Mai das Urteil gesprochen werden.

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