Jean-Jacques Savin : Französischer Abenteurer bei Atlantik-Überquerung im Ruderboot gestorben

Author: dpa/AP
2019 hatte Savin in 127 Tagen den Atlantik in einem Fass durchquert.

Der frühere Fallschirmjäger Jean-Jacques Savin war am 1. Januar mit seinem Boot von der Südspitze Portugals aufgebrochen. Nahe der Azoren fand man jetzt seine Leiche.

Avatar_shz von
22. Januar 2022, 21:14 Uhr

Der 75-jähriger französischer Abenteure Jean-Jacques Savin ist bei dem Versuch gestorben, den Atlantik allein mit einem Ruderboot zu durchqueren. Die portugiesische Küstenwache hatte zunächst am Freitag vor den Azoren das untergegangene Boot von Savin entdeckt. Am Samstag schließlich habe ein Taucher der Küstenwache Savins Leiche in der Kabine des Bootes gefunden, wie nun sein Unterstützungsteam mitteilte. Die genauen Umstände des Unglücks müssten noch geklärt werden.

Der beisterte Triathlet und frühere Fallschirmjäger war am 1. Januar von der Südspitze des portugiesischen Festlands zu der Atlantiküberquerung aufgebrochen. Kurz danach hatte er wegen ungünstiger Windverhältnisse eine längere Route einschlagen müssen. In der Nacht zu Freitag brach der Kontakt zu Savin ab, als er mit dem Abschuss von zwei Leuchtraketen signalisierte, dass er in eine Notlage geraten war.

Savin durchquerte bereits in einem Fass den Atlantik

2019 hatte Savin in 127 Tagen den Atlantik in einem Fass durchquert. Tausende Menschen verfolgten damals sein Abenteuer im Online-Netzwerk Facebook. Dieses Mal wollte Savin die Karibik in einem acht Meter langen und 1,70 breiten Ruderboot erreichen, das mit 300 Kilogramm Ausrüstung und Vorräten bestückt war.

Savin hatte am 14. Januar seinen 75. Geburtstag an Bord seines Bootes mit Stopfleber und Champagner gefeiert. Die geplante Atlantik-Durchquerung mit dem Ruderboot hatte er als Möglichkeit bezeichnet, „das Alter auszulachen”. Sein Ruderboot trug den Namen „L’Audacieux”, was übersetzt „Der Kühne” bedeutet.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen