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Ruthenium-106 : Forscher finden Ursache für erhöhte Radioaktivität in der Luft

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Über Europa hatte es erhöhte Messwerte von Radioaktivität gegeben. Franzosen finden die Quelle.

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erstellt am 10.Nov.2017 | 15:26 Uhr

Anfang Oktober waren in Europa leicht erhöhte Werte von radioaktivem Ruthenium-106 in der Luft nachgewiesen worden. Nun könnte die Quelle für den Austritt der Substanz gefunden worden sein. Laut dem französischen Institut für nukleare Sicherheit, IRSN, liegt der Ursprung offenbar in einem medizinischen Labor oder einer Stätte für nuklearen Treibstoff, die sich wohl im Süden Russlands oder in Kasachstan befinde.

 

Auch das deutsche Bundesamt für Strahlenschutz hatte vermutet, dass die Quelle vermutlich im südlichen Ural zu verorten sei. Für die Bevölkerung in Deutschland bestand keinerlei Gesundheitsgefährdung. Das bestätigen nun auch die Forscher vom IRSN.

Das Bundesamt für Strahlenschutz hatte einen Unfall in einem Atomkraftwerk als Ursache bereits ausgeschlossen, da ausschließlich Ruthenium-106 nachgewiesen wurde.

An verschiedenen Messstellen in Europa waren leicht erhöhte Werte von Ruthenium in der Luft nachgewiesen worden, unter anderem an Stationen des Deutschen Wetterdienstes sowie auch in an mehreren europäischen Stationen, etwa in Österreich und Italien. Nach Berechnungen der Experten wurde das radioaktive Material in der letzten Septemberwoche freigesetzt.

Die Konzentration des Stoffes war sehr gering. So habe die höchste in Deutschland gemessene Konzentration von Ruthenium in Görlitz etwa 5 Millibecquerel pro Kubikmeter Luft betragen. „Selbst bei konstanter Einatmung über den Zeitraum von einer Woche ergibt sich daraus eine Dosis, die niedriger ist als die, die durch die natürliche Umgebungsstrahlung in einer Stunde aufgenommen wird“, hatten das Bundesamt für Strahlenschutz in Oberschleißheim bei München und das Bundesumweltministerium in einer gemeinsamen Mitteilung mitgeteilt.

mit dpa

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