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Rugby-Weltmeister Neuseeland : Flughafen-Personal tanzt Haka für die „All Blacks“

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Bei der Ankunft am Flughafen in Auckland wird das Team aus Neuseeland frenetisch begrüßt.

Auckland | Es war ein geschichtsträchtiger Empfang für den alten und neuen Rugby-Weltmeister Neuseeland am Mittwochmorgen in Auckland. Am Flughafen wurde das Team vom Flughafenpersonal mit dem traditionellen Maori-Tanz „Haka“ begrüßt. Ein Ritual, das die Mannschaft vor jedem Spiel zelebriert – seit 1884.

Als erste Rugby-Nation wurde das Team durch das 34:17 gegen den alten Rivalen Australien zum dritten Mal Champion und verteidigte dabei den vor vier Jahren gewonnenen WM-Titel - eine Premiere.

Als die Maschine die Parkposition erreicht hatte, traten Arbeiter in neongelben Westen auf die Asphaltfläche vor der Maschine und begannen mit dem rituellen Tanz der Ureinwohner Neuseelands.

Sie tanzten genau den Haka, den auch die Mannschaft beim Sieg gegen Australien vor dem Spiel zelebrierte – an der Spitze Team-Kapitän Richie McCaw.

Dass die neuseeländischen Helden zu ganz großen Gesten fähig sind, bewies auch Sonny Bill Williams: In der historischen Stunde für Neuseelands All Blacks schenkte der Rugby-Star einem Jungen das just gewonnene Weltmeister-Gold. Ein Ordner hatte den voller Euphorie auf den Platz stürmenden Burschen namens Charlie Lines zuvor umgerissen. Williams stand daneben, half ihm auf, führte ihn zurück zur Tribüne - und hängte ihm kurzerhand seine Sieger-Medaille um den Hals.

Die Szene passte zum außergewöhnlichen Triumph einer außergewöhnlichen Mannschaft. In den sechs Wochen einer berauschenden Rugby-WM bewiesen Neuseelands Recken, warum sie nun zurecht einen festen Platz in den Geschichtsbüchern ihres Sports haben.

Mit kühler Präzision, spielerischer Überlegenheit und Stars auf dem Höhepunkt ihres Schaffens marschierten die Neuseeländer auf beeindruckende Art durch das Turnier. Diese Coolness und Konzentration aufs Wesentliche zeigte sich auch in dieser kleinen Szene nach dem Ende des Finales. „Ich dachte einfach, ich mache das zu einem Abend für ihn, an den er sich erinnert“, sagte der 30-Jährige Williams später zu seinem Geschenk an den kleinen Rugby-Fan. „Sie hängt besser um seinen Hals als an meiner Wand.“

Dan Carter, eine weiterer Leitwolf des Teams, avancierte erneut zum Topscorer. Mit unglaublicher Sicherheit setzte er auch schwierigste Straftritte zwischen die Torstangen. Er war es auch, der dem Aufbäumen des Erzrivalen in der zweiten Halbzeit wieder Einhalt gebot. Sein überraschendes Dropgoal aus der Distanz gab dem Drama die entscheidende Wende zum Guten für die Neuseeländer.

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erstellt am 05.Nov.2015 | 11:54 Uhr

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