Ausbruch aus Drogenklinik : Fluchthelfer führt Polizei zu Strafgefangenen aus Brauel

Waren die Patienten wegen einer psychischen Krankheit eingewiesen worden, blieben sie durchschnittlich knapp sechs Jahre im Maßregelvollzug.
Die fünf Männer waren aus dem Maßregelvollzug geflüchtet.

Die Fahndung hat ein Ende: In der Nacht zu Dienstag haben Spezialeinsatzkräfte die fünf Männer festgenommen.

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27. Oktober 2015, 07:12 Uhr

Rotenburg/Leer | Die fünf Männer, die am Montag aus dem Maßregelvollzug in Brauel (Landkreis Rotenburg in Niedersachsen) geflohen waren, sind gefasst. Spezialkräfte der Polizei nahmen die 22- bis 28-Jährigen in der Nacht zu Dienstag im ostfriesischen Leer fest.

Die Drogenklinik ist knapp 60 Kilometer südwestlich von Hamburg entfernt. Das Maßregelvollzugszentrum Niedersachsen am Standort Brauel ist ein Fachkrankenhaus für Forensische Psychiatrie und Psychotherapie, in dem ausschließlich Patienten, die von illegalen Drogen abhängig sind, behandelt werden.

Die Ermittlungen hatten die Beamten auf die Spur eines Fluchthelfers geführt. „Als sich die Beamten sicher waren, dass sich die Entwichenen in der Wohnung befanden, stürmten sie die Wohnung“, erklärt die Polizei in einer Stellungnahme. Die Ausbrecher und eine mögliche Fluchthelferin ließen sich widerstandslos festnehmen. Die Männer wurden noch in der Nacht in die Justizvollzugsanstalt Oldenburg gebracht.

Den fünf deutschen Männern war es am frühen Montagmorgen gelungen, drei Vollzugsangestellte zu überwältigen. Ein Angestellter wurde dabei verletzt und kam vorübergehend ins Krankenhaus. Bei der Attacke nahmen die Straftäter dem Personal die Schlüssel ab. Anschließend entkamen sie durch ein Tor an der Rückseite des Maßregelvollzugzentrums.

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