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Siebenbuche-Kaserne in Sanitz : Feierlicher Appell für Soldaten nach Patriot-Einsatz in der Türkei

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Sie schützten die Türkei vor Angriffen aus Syrien. Nun werden sie geehrt.

shz.de von
erstellt am 25.Feb.2016 | 11:00 Uhr

Sanitz | Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) hat den Soldaten aus Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern für ihren Patriot-Einsatz in der Türkei gedankt. „Das Geschwader hat sich bewährt und bewiesen: das Nato-Bündnissystem ist intakt“, sagte Albig am Donnerstag in der Siebenbuchen-Kaserne in Sanitz bei Rostock (Mecklenburg-Vorpommern) beim sogenannten Rückkehrerappell. Die im türkischen Kahramanmaras eingesetzten Soldaten waren überwiegend Angehörige des Flugabwehrraketengeschwaders 1, das in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern stationiert ist.

Drei Jahre lang, von Dezember 2012 bis Ende 2015, hatten die Bundeswehr-Soldaten aus Husum und Todendorf/Panker (Kreis Plön) sowie Einheiten aus Mecklenburg-Vorpommern mit ihren Luftabwehrraketen die Türkei vor Angriffen aus Syrien geschützt. Sie mussten aber nicht eingesetzt werden. Nun will die Bundesregierung deutsche Soldaten mit „Awacs“-Aufklärungsflugzeugen der Nato dorthin schicken.

Albig warnte davor, die Bundeswehr dauerhaft zu überfordern. Es gebe immer mehr Auslandseinsätze. Erst Anfang des Monats seien Spezialpioniere aus Husum zur UN-Mission nach Mali aufgebrochen. „Wir brauchen eine Bundeswehr, die materiell und personell auf der Höhe ist. Unser Frieden und unsere Freiheit sollten uns das wert sein. Das Leben und die Sicherheit unserer Soldaten stehen an erster Stelle“, sagte Albig. Militärische Mittel alleine führten nie zum Frieden. In Nahost seien die Syrien-Geberkonferenz, die Friedensgespräche in Genf und eine mögliche Waffenruhe Hoffnungsschimmer.

„Die Belastungen waren hoch für alle, die Dienst getan haben. Es war nicht leicht, in ständiger Alarmbereitschaft, immer wachsam und aufmerksam zu sein“, sagte Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD)

Neben Albig und Sellering werden auch der Inspekteur der Luftwaffe, Generalleutnant Karl Müllner und der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages, Hans-Peter Bartels, erwartet.

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