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„Wetten, dass..?“ : Falsche Buntstift-Wette: Satiriker Bernd Fritz ist tot

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Nach Fritz' Tod würdigt Gottschalk dessen bekanntesten Scherz. Der Journalist habe seinen Job gemacht, so der Moderator.

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2017 | 13:29 Uhr

Berlin | Nach dem Tod des Journalisten und Satirikers Bernd Fritz hat der ehemalige „Wetten, dass..?“-Moderater Thomas Gottschalk (66) dessen wohl berühmtesten Scherz gewürdigt. Fritz habe sich mit der Buntstift-Wette ins „kognitive Gedächtnis der Deutschen gemogelt“, sagte Gottschalk am Dienstag der „Bild“.

Der damalige Chefredakteur der Satirezeitschrift „Titanic“ hatte sich 1988 unter falschem Namen als Kandidat in die Sendung geschummelt und Gottschalk und seinem Millionenpublikum weisgemacht, er könne die Farbe von Buntstiften erschmecken. Übel nahm Gottschalk Fritz den Scherz nach eigenem Bekunden nicht. Der Journalist habe seinen Job gemacht, „ich war ihm deswegen nie gram und muss nun traurig zur Kenntnis nehmen, dass sich auch ein Spaßvogel nicht ewig durchmogeln kann“. Fritz war 1987 bis 1990 „Titanic“-Chefredakteur und schrieb außerdem für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“. Nach Angaben seiner ehemaligen Arbeitgeber starb er am Ostersonntag im Alter von 71 Jahren.

Vielen Zuschauern ist noch in Erinnerung, wie der Wett-Kandidat scheinbar auf Anhieb mit einer dunklen Brille vor den Augen die Farben von sieben Buntstiften am Geschmack unterscheiden konnte. Als der staunende Gottschalk ihn nach seiner Methode fragte, entgegnete der Kandidat plötzlich: „Ich hab' keine Ahnung, woran man das erkennen könnte. (...) Ich kann es nicht. Ich heiße auch gar nicht Rautenberg. (...) Ich heiße Bernd Fritz und bin ein unbescholtener ,Titanic„-Redakteur.“ Den Trick verriet er in der nächsten Ausgabe des Satire-Magazins: Er hatte einfach die Brille manipuliert.

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