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Ostern 2017 : ∞ Fakten über Eier

vom
Aus der Onlineredaktion

Von Amerika bis Asien: Eier gehören nicht nur zu Ostern auf den Frühstückstisch. Hier sind acht wissenswerte Fakten.

Sie sind das Symbol des christlichen Osterfestes, sie werden gekocht, verzehrt, bemalt, versteckt und verschenkt. Der Ursprung des Brauchtums Osterei geht zurück auf ihre symbolische Strahlkraft, die Geburt, Leben, Wiedergeburt und die Unendlichkeit verbildlichen. Aber keine Bange: Mit der Klärung der galaktischen Frage, ob nun das Huhn oder das Ei zuerst kam, werden wir Sie mit unseren acht Fakten über Eier nicht konfrontieren.

1. Schriftmalerei

eier oologe
Wer Eier erforscht, nennt sich Oologe. Foto: imago/Mint Images

Eier sind eine Wissenschaft für sich. Deshalb haben die Ei n steins, die ihr Forschungsinteresse ganz auf Vogeleier richten, auch eine eigene Bezeichnung: Oologen. Ein Eierkundler, der in einem Tierpark arbeitet, wäre demnach Zoooologe von Beruf. Zoooologen erstellen zoooologische Sammlungen, so genannte Zooootheken. Vier Mal „o“ am Stück – Eine solche Ansammlung gleichlautender Vokale ist in der deutschen Sprache einmalig.

2. Fit in den Tag mit Frühstücksei

raucher eier ungesund
Wie gesund sind Eier? Darüber lässt sich streiten. Foto: imago/Westend61

In einem Ei befinden sich zwei Drittel der täglichen empfohlenen Menge an Cholesterin. Dieses gilt seit Jahrzehnten als schädlich, weil es Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördert. Doch davon abgesehen ist das Ovulum gesund, überaus nahrhaft und es macht schnell satt. Alle lebenswichtigen Proteine, Mineralien und Vitamine (außer C) sind in den Fitmachern enthalten.

Trotz ihrer Form machen Eier eine gute Figur. Wissenschaftler der Universität von Connecticut empfehlen Menschen, die abnehmen wollen daher, immer ein Frühstücksei zu sich zu nehmen. Laut ihrer Studie spart man so 18 Prozent Kalorien über den Tag ein. Die enthaltenen Antioxidanten wehren zudem Krebs ab und lindern Alterungsprozesse.

3. Alles in Pappe

eierpappen
Eierkartons gibt es erst seit 1918. Foto: Imago/sp

Der Zeitungsherausgeber Joseph Coyle aus Smithers im westkanadischen British Columbia wollte 1911 einen Streit schlichten, den ein Geflügel-Bauer vor seinen Augen mit einem Hotelbesitzer austrug. Zu der Zeit wurden Eier noch in Körben über die holprigen Straßen transportiert. Das größte Problem dabei war, dass sie unterweges gegeneinanderschlugen und zu Bruch gingen. Da half auch das umwickelte Zeitungspapier nichts.

Besagter Hotelier fand das irgendwann gar nicht mehr witzig. Davon inspiriert kam Coyle auf die Idee mit der Eierpappe aus gepresstem Papier, die die Eier in einzelnen Einfassungen behütet. 1918 meldete er Patent an und musste die Handproduktion auf industrielle Fertigung umstellen, so groß war die Nachfrage inzwischen.

4. Ei, hast du die Haare schön!

Hundebesitzer wissen um die glänzende Wirkung des Eis: Sie geben ihrem Vierbeiner ein rohes Ei zu fressen und das Fell erstrahlt bald wieder in neuem Schimmer. Wer seine stumpfen Haare ohne Appetit wieder geschmeidig haben will, kann Eier auch als Pflegespülung verwenden. Man vermenge ein Eidotter mit einigen Tropfen Salatöl und vermenge es. Die Masse wird dann auf dem Kopf verteilt und muss 20 Minuten einwirken.

5. Die Farbe der Schale

Ob braun, weiß, beige, oder leicht türkis: Die Farbe der Eier hat weder mit der Zufütterung noch mit der Farbe des Gefieders etwas zu tun. Es kommt einzig auf die Rasse der Hühner oder Enten an, wie sich die Schale uns zeigt. Wenn das Dotter hingegen eine auffällige Färbung hat, kann es sehr wohl mit der Nahrung zusammenhängen.

6. Roh oder gekocht? Frisch oder Alt?

HAMMER HARTES EI
Wie frisch ist das Ei? Um das herauszufinden, gibt es ein paar Tricks. Foto: Imago
 

Es kommt wohl in jedem größeren Haushalt mal vor, dass sich undefinierte Eier anfinden. Dann stellt sich die Frage: Sind sie gekocht? Sind sie noch frisch?

Kommen wir erst zum „Härtetest“. Diesen Zustand findet man mit einem alten Trick heraus: Das Ei wird auf den Tisch gelegt und gedreht. Sofern es noch roh ist, wird es „eiern“. Das hart gekochte wird sich dagegen einfach drehen lassen.

Und nun zum Frischetest: Ein Schüssel wird mit genügend Wasser gefüllt, so dass die Eier abgedeckt sind. Wenn das hineingelegte Eier gleich zu Boden sinkt, ist es frisch, wenn es nach oben treibt, ist es mit etwas mehr Vorsicht zu genießen. Das liegt am höheren Luftgehalt unter der Schale. Für das Hartkochen bieten sich daher ältere Eier an: Ihre Schale löst sich besser.

7. Rezepte für das ganze Jahr

Eier sind eines der vielseitigsten Lebensmittel, die wir haben. Auch Gourmets können einiges aus ihnen zaubern. Das im Jahre 1898 veröffentlichte Buch „Eggs, and how to Use Them“ von Adolphe Meyer beschreibt auf 150 Seiten über 500 verschiedene Möglichkeiten der Zubereitung. Jahre später legte der Autor mit „Eggs in a thousand ways“ nochmal nach.

8. Tausendjährige Eier

china tausendjährige Eier
Alte Eier gelten als Delikatesse - zumindest in China. Foto: Imago/By-Line

Fast 500 Milliarden Eier werden jährlich in China konsumiert, dazu gehören auch „tausendjährige Eier“. Das klingt zuerst eher nach Durchfall als nach Gaumenschmaus. Doch im Reich der Mitte gelten die durch Fermentierung konservierten Häppchen als Delikatesse. Rohe Enteneier werden in Vierteljahr lang in in einen Brei aus diversen Substanzen eingelegt. Dazu gehören warmes Wasser, Anis, Szechuanpfeffer, Teeblättern, Piniennadeln, Fenchelkörnern, Salz, gebrannter Kalk und Sägespäne. Das Eigelb verfärbt sich in ein dunkles Jadegrün, das dann geleeartige Eiweiß nimmt einen eher rötlichen Ton an. Pferde-Urin wird – anders als es die Gerüchteküche preisgibt – nicht gebraucht.

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erstellt am 13.Apr.2017 | 09:04 Uhr

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