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Wie bei „Breaking Bad“ : Fahnder zerschlagen Crystal-Meth-Ring

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Ermittler finden 2,3 Tonnen eines Vorprodukts der Droge in Leipzig. Das BKA spricht von einem „bedeutenden Ermittlungserfolg“.

Leipzig | Fahnder aus mehreren Bundesländern und Tschechien haben einen Rauschgiftring in Leipzig und Prag zerschlagen. Wie das Bundeskriminalamt (BKA) am Donnerstag in Wiesbaden mitteilte, wurde eine große Menge einer Chemikalie sichergestellt, mit der rund 2,3 Tonnen der Droge Crystal mit einem geschätzten Straßenverkaufswert von 184 Millionen Euro hergestellt werden könnten.

Die Ermittler durchsuchten am 5. und 8. November 19 Wohn- und Geschäftsobjekte in Leipzig und nahmen mehrere Personen fest. Dabei wurden unter anderem Bargeld, Munition, gestohlene Ausweise und Dutzende Mobiltelefone sichergestellt. Zehn Kilogramm der Chemikalie Chlorephedrin hatte die Bande bereits für den Abtransport nach Tschechien vorbereitet.

Bryan Cranston, Darsteller von Walter White in „Breaking Bad“, bei der Verleihung der Emmy Awards im August 2014.
Bryan Cranston, Darsteller von Walter White in „Breaking Bad“, bei der Verleihung der Emmy Awards im August 2014. Foto: EPA/Paul Buck

Crystal Meth ist der breiten Öffentlichkeit durch die mit vielen Preisen ausgezeichnete US-Fernsehserie „Breaking Bad“ (deutsch etwa: „Auf die schiefe Bahn geraten“) bekannt geworden. Hauptfigur ist der Chemielehrer Walter White, der an Lungenkrebs erkrankt und sich entschließt, seine finanziellen Probleme durch die Produktion von Crystal Meth zu lösen. Dabei rutscht er auch charakterlich immer mehr ins kriminelle Milieu ab.

„Crystal macht schnell abhängig und ist extrem gefährlich“, sagte BKA-Chef Jörg Ziercke. Wenn man berücksichtige, dass im vergangenen Jahr lediglich rund 80 Kilogramm Crystal aus dem Verkehr gezogen worden seien, stelle die Sicherstellung von fast drei Tonnen des zur Herstellung von Crystal (Methamphetamin) geeigneten Chlorephedrins einen „bedeutenden Ermittlungserfolg“ dar.

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erstellt am 13.Nov.2014 | 10:07 Uhr

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