Nordrhein-Westfalen : Explosion in Wohnhaus in Dortmund – mindestens ein Verletzter

Trümmerteile sind auf die Straße geflogen.
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Trümmerteile sind auf die Straße geflogen.

Die Feuerwehr sucht im Stadtteil Hörde nach weiteren Bewohnern des Hauses. Wie es zu der Explosion kam, ist noch unklar.

shz.de von
31. März 2017, 10:56 Uhr

Dortmund | Eine Explosion hat am Freitagmorgen große Teile eines Mehrfamilienhauses in Dortmund zerstört. Mindestens ein Bewohner wurde schwer verletzt. Einsatzkräfte bargen den Mann aus dem zerstörten Haus und brachten ihn in ein Krankenhaus. Zwei Zeugen stehen nach Angaben der Feuerwehr unter Schock. Einer von ihnen sei durch die Trümmerteile offensichtlich auch leicht verletzt worden.

Ob es weitere Verletzte gibt oder ein Todesopfer zu beklagen ist, konnte die Feuerwehr wenige Stunden nach der Explosion noch nicht ausschließen. Ein Bewohner werde noch vermisst, sagte ein Sprecher der Feuerwehr. Ob er überhaupt zum Unglückszeitpunkt im Haus war, ist unklar. Auch der Grund für die Detonation ist zuerst noch ungeklärt.

Offensichtlich waren die meisten Bewohner zum Zeitpunkt der Explosion gegen 8.45 Uhr am Morgen nicht mehr im Mehrfamilienhaus. Wegen Einsturzgefahr kommt die Feuerwehr bei der Suche nur mühsam voran. Einige verschüttete Räume sind am Vormittag noch nicht durchsucht. 100 Kräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst gingen in den Einsatz.

Durch die Wucht der Explosion wurden das Dachgeschoss und die beiden oberen Stockwerke zerstört. Zwischen den angrenzenden Wohnhäusern im Vorort Dortmund-Hörde klafft jetzt eine meterhohe Lücke. Lediglich das Erdgeschoss des verwüsteten Hauses scheint noch intakt zu sein. Tonnen von Trümmerteilen flogen auf die Straße und zerstörten geparkte Autos. Auch der Hinterhof wurde mit Trümmern übersät.

Auf der Rückseite des Hauses wird das Ausmaß der Zerstörung deutlich. Daneben steht ein baugleiches Haus.
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Auf der Rückseite des Hauses wird das Ausmaß der Zerstörung deutlich. Daneben steht ein baugleiches Haus.

Hörde liegt im Dortmunder Süden und ist mit rund 23.000 Einwohnern einer der größten Vororte der Ruhrgebietsmetropole. Hörde war bis zum Ende des 20. Jahrhunderts von der Stahlindustrie geprägt.

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