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Von Oberfranken bis in Erzgebirge : Erstes Winter-Intermezzo: Schnee fällt bis ins Flachland

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Erste Flocken in den Mittelgebirgen und im Flachland. Wirklich lange wird es aber nicht weiß bleiben, sagen die Meteorologen.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2015 | 08:18 Uhr

Offenbach | Winter im Herbst: In der Nacht zum Mittwoch hat es in Teilen Deutschlands bis ins Flachland geschneit. In Oberfranken, im Thüringer Wald, im Oberen Vogtland und im Westerzgebirge in Sachsen habe es am meisten geschneit, sagte Meteorologe Christian Herold vom Deutschen Wetterdienst am Morgen. Mit Verweis auf die Jahreszeit sagte der Wetterexperte: „Dass es teilweise bis ins Flachland schneit, haben wir nicht alle Jahre.“ In Osterfeld in Sachsen-Anhalt etwa habe es bis runter auf 246 Meter geschneit. Lange vorhalten dürfte der Schnee in den Niederungen aber nicht.

Im Landkreis Hof in Bayern kam es zu Verkehrsbehinderungen. Jedoch habe es „nur zwei, drei kleinere Unfälle“ gegeben, sagte ein Sprecher des Polizeipräsidiums Oberfranken. Im restlichen Bayern blieben Autofahrer zunächst jedoch von Winterwetter verschont. „Ich habe noch keine Schneeflocke gesehen“, sagte etwa ein Sprecher der Polizei in Niederbayern.

Auch in Nordrhein-Westfalen hielt der Winter in der Nacht erstmals mit Schnee und Frost Einzug - wenngleich auch nur sehr kurz. In Höhen über 400 Metern blieben die Flocken zumindest in den Morgenstunden liegen, wie der DWD mitteilte. In Ostwestfalen werde bereits geräumt, auch im Hochsauerlandkreis hat es laut DWD geschneit. „Allerdings ist der Boden noch warm, da bleibt der Schnee nicht lange erhalten“, sagte Meteorologin Cornelia Urban vom DWD in Essen.

Auf Norddeutschlands höchstem Berg gab es den ersten Schneefall der Saison: Die Brockenkuppe sei inzwischen weiß, sagte ein Mitarbeiter der Wetterwarte auf dem 1141 Meter hohen Berg. Bei einer Außentemperatur von minus vier Grad bleibe der Schnee liegen. Auch in tiefer gelegenen Lagen des Harzes gab es am Morgen den ersten leichten Schneefall. Mit Behinderungen auf den Straßen sei zumindest vorerst aber wohl noch nicht zu rechnen, sagte ein Polizeisprecher in Clausthal-Zellerfeld.

Im Thüringer Wald, dem Vogtland und im Westerzgebirge schneite es. In tieferen Lagen wie Leipzig oder Dresden könnte es laut DWD am Vormittag Schneeregen geben. Vor allem in den bergigen Regionen soll es am Mittwoch Voigt zufolge weiter schneien. Die Schneefallgrenze steige allerdings während des Tages auf über 1000 Meter an. In den kommenden Tagen wird laut DWD kein Frost mehr erwartet. „Das war ein kurzes Winter-Intermezzo und eher ein Einzelfall“, sagte DWD-Meteorologe Manuel Voigt.

Schnee im Oktober, vor allem im Mittelgebirge, komme häufiger vor, sagte Herold. Die niedrigen Temperaturen seien für die erste Oktoberhälfte aber sehr ungewöhnlich.

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