Nördlich von Sacramento : Erosionsschäden: Oroville-Staudamm in Kalifornien droht zu brechen

Auf dem Foto, herausgegeben am 11. Februar 2017 vom Kalifornischen Department für Wasser-Reserven, ist der beschädigte Überlauf des Oroville-Staudamms am erodierten Hang in Oroville, Kalifornien zu sehen.
1 von 2

Auf dem Foto, herausgegeben am 11. Februar 2017 vom Kalifornischen Department für Wasser-Reserven, ist der beschädigte Überlauf des Oroville-Staudamms am erodierten Hang in Oroville, Kalifornien zu sehen.

Es ist einer der größten US-Staudämme. 160.000 Menschen haben sich in Sicherheit gebracht.

shz.de von
13. Februar 2017, 08:52 Uhr

Los Angeles | Rund 160.000 Menschen haben sich in Kalifornien vor dem drohenden Bruch eines riesigen Staudamms in Sicherheit gebracht. Der Not-Abflusskanal des Oroville-Staudamms weise starke Erosionsschäden auf, warnte der nationale Wetterdienst am Sonntag (Ortszeit). Bei einem Bruch müsse mit einer nicht kontrollierbaren Überflutung gerechnet werden. Die Anlage liegt rund 125 Kilometer nördlich von Sacramento.

Um eine Katastrophe zu verhindern, leitete die zuständige Behörde zunächst größere Wassermassen wieder über den Hauptabfluss des Staudamms ab. Der beschädigte Kanal war erst in der vergangenen Woche zum Einsatz gekommen, zum ersten Mal in der Geschichte des 48 Jahre alten Staudamms. Er sollte eigentlich den Hauptabfluss entlasten, der ebenfalls Schäden aufwies.

Der 235 Meter hohe und rund 2300 Meter lange Damm staut den Oroville-See auf und dient der Stromgewinnung.

Bilder vom Sonnabend zeigen die Wassermassen am Damm:

Teile Kaliforniens hatten in den zurückliegenden Tagen wegen heftiger Regenfälle unter Wasser gestanden. Bewohner wurden aus ihren Häusern gerettet, nachdem der Fluss San Lorenzo über die Ufer getreten war. Die Wassermassen überraschten den Bundesstaat nach Jahren der Dürre.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen