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Busunglück auf der A9 : Ermittler: Unaufmerksamkeit des Fahrers verursachte Busunfall mit 18 Toten

vom

Das Gefährt stand extrem schnell komplett in Flamme. Das lag daran, dass es nach dem Aufprall zu einem Kurzschluss kam.

Hof | Der Busunfall mit 18 Toten auf der Autobahn 9 in Oberfranken ist nach Angaben der Ermittler durch eine Unaufmerksamkeit des Fahrers verursacht worden. Der Reisebus sei daher vor einem Monat bei Münchberg auf den Anhänger eines Sattelzugs aufgefahren, teilten Staatsanwaltschaft und Verkehrspolizei der Stadt Hof (Bayern) am Mittwoch mit.

Der Unfall warf zunächst viele Fragen auf und rückte das Thema Bussicherheit in den Fokus der Öffentlichkeit.

Nach dem Aufprall sei es zu Kurzschlüssen bei der Batterie und der Elektrik im vorderen Bereich des Busses gekommen. Dadurch habe sich Kraftstoff entzündet und der Bus stand innerhalb kürzester Zeit in Flammen. Die Reisegruppe, überwiegend Senioren aus Sachsen, war unterwegs nach Italien. 18 Menschen kamen ums Leben, darunter auch der Busfahrer. 30 Menschen wurden verletzt.

Brandmeldesysteme sind in den Fahrzeugen seit 2015 vorgeschrieben, ältere Busse mussten aber nicht nachgerüstet werden. Auch die Innenaustattung der Gefährte wurde als problematisch diskutiert. Für die Bahn gibt es Vorschriften, dass keine entlammbaren Matrialien verwendet werden dürfen, für Busse dagegen nicht.

Auch Forderungen die Fahrzeughalter zu Notbremsassistenten an Bord zu verpflichten, kamen nach dem Unfall auf. Der Lastwagen war nach Worten von Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt (CSU) mit etwa 30 Kilometern pro Stunde unterwegs, als es zu dem Aufprall kam. Der Bus hatte demnach 60 Kilometer pro Stunde auf dem Tacho. Für Situationen wie diese gibt es eigentlich ein Notbrems-Assistenzsystem.

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erstellt am 02.Aug.2017 | 11:34 Uhr

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